- 10.11.2011, 12:21:47
- /
- OTS0210 OTW0210
Gabriele Heinisch-Hosek: "Öffentlich Bedienstete sind Fundament für leistungsstarken Staat"
Ministerin für Öffentlichen Dienst beim Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD)
Wien (OTS) - "Österreich konnte bisher die Wirtschafts- und
Finanzkrise gut meistern, weil wir mit den richtigen Maßnahmen
gegengesteuert haben. Gelungen ist das nur auf dem Fundament eines
leistungsstarken Staates mit seinen kompetenten und verlässlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern", sagte Gabriele Heinisch-Hosek
heute, Donnerstag, auf dem Bundeskongress der Gewerkschaft
Öffentlicher Dienst (GÖD) im Wiener Austria Center.
"Der öffentliche Dienst ist der größte Dienstgeber unseres Landes.
Rund eine halbe Million Menschen arbeiten in der öffentlichen
Verwaltung und gewährleisten mit ihrem Einsatz jene Strukturen, die
auch in schwierigen Zeiten das Staatsgefüge zusammen halten", so die
Ministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst. "Sie sind es, die mit
ihrer täglichen Arbeit die vielfältigen Aufgaben für die Menschen in
Österreich in bester Qualität erfüllen, sei es im Bereich der
Bildung, der Sicherheit und Gesundheit oder der
Generationengerechtigkeit. Dafür möchte ich heute Dankeschön sagen".
Gerade in Krisenzeiten sei es auch wesentlich, dass die Politik von
hochqualifizierten Fachkräften in der Verwaltung unterstützt werde,
um notwendige Maßnahmen gemeinsam umzusetzen.
"Der öffentliche Sektor braucht den Vergleich mit der
Privatwirtschaft nicht zu scheuen. Wir können stolz auf das bisher
erreichte sein", so Heinisch-Hosek. So seien im Bereich des
Dienstrechts bereits substanzielle Verbesserungen gelungen, wie die
geplante Erhöhung der Frauenquote auf 50 Prozent oder die
bevorstehende Anerkennung des Bachelor-Abschlusses. "Gerade in Zeiten
knapper werdender Arbeitskräfte müssen wir auch für junge Menschen
ein attraktiver Arbeitgeber bleiben." Gleichzeitig müsse daran
gearbeitet werden, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Alternativen
zur Frühpension anzubieten. Bei Dienstunfähigkeit im bisherigen
Arbeitsbereich soll ein freiwilliger Wechsel in ein anderes
Einsatzgebiet, ohne finanziellen Verlust, künftig erleichtert werden.
"Eine moderne Verwaltung muss ihren Beschäftigten auch eine höhere
Mobilität und Flexibilität ermöglichen. Hier haben wir bereits große
Schritte gemacht und vieles weiterentwickelt", sagte die Ministerin.
Die neue Jobbörse des Bundes sei dafür beispielhaft. Mit diesem
Instrument seien interne wie externe Bewerbungen auf elektronischem
Wege rasch und einfach möglich. "Seit dem Start der Jobbörse im Mai
dieses Jahres gab es bereits 400.000 Zugriffe", so Heinisch-Hosek.
"Die österreichische Verwaltung hat auch im Bereich des E-Government
viel zu bieten. Mit unseren vielfältigen elektronischen Angeboten
sind wir Vorreiter in Europa. Die Zugriffe auf Angebote wie
HELP.gv.at oder das Unternehmensservice-Portal ersetzen bereits 100
Amtsschalter, die zwei Monate lang 24 Stunden täglich geöffnet sein
müssten, um die gleiche Effizienz zu erreichen", sagte
Heinisch-Hosek. Mit solchen Innovationen im öffentlichen Sektor sei
es gelungen, trotz Personalabbau eine gleichbleibende Qualität für
die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.
Um den öffentlichen Dienst weiter zu entwickeln werde heute im Rahmen
der Verwaltungsmesse im Wiener Museumsquartier ein Reformdialog
gestartet: "Wir wollen die Verwaltung fit für die Zukunft zu machen.
Daher lade ich alle Seiten zu Gesprächen ein. Auch die Bürgerinnen
und Bürger werden über die neuen Medien eingebunden. Gemeinsam
wollten wir die Empfehlungen von Expertinnen und Experten einem
Praxistest unterziehen", so Heinisch-Hosek.
Abschließend kündigte die Ministerin an, dass im öffentlichen Dienst
auch künftig keine Entlassungen zu befürchten seien. "Es ist klar,
dass wir alle sparsam sein müssen. Doch ich werde mich bei den
anstehenden Gehaltsverhandlungen für einen guten, sozial
verträglichen Abschluss einsetzen", so Heinisch-Hosek.
Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.
Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149, 0664/610 62 76
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBU






