• 10.11.2011, 11:24:40
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Schönheitsoperationen: BZÖ-Spadiut: Strengere Richtlinien schon längst fällig

"Verbot soll auch alle Jugendlichen unter 18 umfassen, außer es liegen eindeutige medizinische oder psychische Indikationen vor"

Wien (OTS) - "Strengere Richtlinien für Schönheitsoperationen sind
schon längst überfällig. Das kann aber nur ein erster Schritt sein",
meinte heute BZÖ-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Wolfgang Spadiut zu den
Vorstellungen von Gesundheitsminister Stöger. "Das Verbot von
Schönheitsoperationen darf nicht nur für Kinder bis 14 gelten,
sondern sollte auch alle Jugendlichen unter 18 umfassen, außer es
liegen eindeutige medizinische oder psychische Indikationen vor. Der
Schutz unserer Kinder und Jugendlichen muss uns in allen Bereichen
wichtig sein", meinte Spadiut.

Kritik übt der BZÖ-Gesundheitssprecher auch an den derzeitigen
(Nicht)-Bestimmungen, die Mediziner Schönheitsoperationen durchführen
dürfen. "Künftig sollen dies nur jene Ärzte vornehmen dürfen, die
eine Ausbildung nach international anerkanntem Standard absolviert
haben. Denn die Kosten für notwendige Nachbehandlungen bei
auftretenden Komplikationen nach Operationen, trägt einmal mehr
wieder die Allgemeinheit, der Steuerzahler", betonte Spadiut.

"Der Hintergrund von solchen Schönheitsoperationen liegt natürlich in
der Gesellschaft selbst, denn nur Kinder aus stabilen psychosozialen
Verhältnissen haben auch die Möglichkeit ein gesundes
Selbstbewusstsein zu entwickeln und haben es nicht notwendig, den
genormten Idealen der Film-, Mode- und Fernsehindustrie
hinterherzulaufen. Auch sollten diese meistens auf Privatsendern
ausgestrahlten TV-Schönheitsserien im Doku-Soap Format überdacht
werden", erklärte Spadiut.

"Wenn erwachsene Menschen ihr Aussehen verändern wollen - sollen sie.
Aber notwendige Reparaturen nach Kunstfehlern bei Schönheits-Op\x{2588}s
dürfen keinesfalls auf Kosten der Mittel, die für die dringende
Heilung von Patienten benötigt werden, aufgewendet werden. Für das
BZÖ ist Selbstverantwortung auch Selbstzahlen", schloss Spadiut.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

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