OTS0128   10. Nov. 2011, 10:54

Handelsverband fordert rasche Einigung in der Lohnrunde und danach echte Reformen

Mumelter lobt konstruktives Klima: "Aber KV-Verhandlungen müssen jetzt Fahrt aufnehmen!"


PDHV056: Wien, am 10.11.2011 Wien - Man habe momentan
das Gefühl, allen Beteiligten sei klar, dass "es miteinander besser
geht als gegeneinander", erklärt Dr. Stefan Mumelter, Generalsekretär
des Österreichischen Handelsverbandes, nach der zweiten Runde der
Kollektivvertragsverhandlungen für den Handel. Das stimme
zuversichtlich, dass es nun auch zu raschen Ergebnissen komme. Eine
ausgewogene Erhöhung der Gehälter und Lehrlingsentschädigungen um 3,3
Prozent, ein gerechtes Modell zur Anrechnung von
Kindererziehungszeiten und eine Einigung zum Auszahlungszeitpunkt der
Sonderzahlungen sind zum Greifen nahe.

Um die diesjährigen Lohnverhandlungen nicht zu überfrachten, hat
man sich im Vorfeld darauf geeinigt, eine ordentliche Reform des
Kollektivvertragsrechts im Anschluss an eine Einigung anzugehen. An
sich hätte solch eine Reform schon längst passieren können und ist
dies auch seit Jahren versprochen. "Wir bleiben aber optimistisch",
so Mumelter, "jedenfalls werden wir die diesbezüglichen Verhandlungen
vehement einfordern." Das Kollektivvertragsrecht sei nicht in allen
Bereichen schlecht, doch ist es über Jahre gewachsen und daher zum
Teil verstaubt und zum anderen Teil unübersichtlich, schlecht zu
administrieren und mitunter sogar ungerecht. Das betrifft vor allem
die Arbeitszeitbewertung und das Zuschlagswesen. Hier müsse man
Vereinfachungen vornehmen, die im Interesse aller Beteiligten liegen.
"Ebenso wie bei der Abflachung der Lebenseinkommenskurve, um die
niedrigeren Gehälter anzuheben, geht es nicht darum, jemanden etwas
wegzunehmen", bekräftigt Mumelter. Vielmehr gebe es - mittlerweile
unbestritten - erhebliches Potenzial für eine Modernisierung.
"Einfachere Regelungen, mehr Transparenz und mehr Gerechtigkeit", das
seien die Ziele einer Kollektivvertragsreform - die im Übrigen auch
die jährlichen Kollektivvertragsverhandlungen vereinfachen könnte,
ist Mumelter überzeugt.

Der Handelsverband wurde vor neunzig Jahren gegründet und ist
heute eine freiwillige Interessenvertretung von mehr als 150 großen
Handelsbetrieben in Österreich. Er nimmt die Funktionen eines
Wirtschafts-, Berufs- und Arbeitgeberverbandes wahr. Darüber hinaus
versteht sich der Verband als handelsorientiertes
Dienstleistungszentrum und als branchenübergreifendes
Wirtschaftsforum und als Plattform für den politischen, rechtlichen
und technologischen Dialog und Informationstransfer. Mit Richtlinien,
Kennzeichen und Gütesiegeln setzt der Handelsverband Standards und
fördert das Qualitätsbewusstsein und Vertrauen der Konsumentinnen und
Konsumenten zum Handel.

HANDELSVERBAND
Präsident: Dr. Stephan Mayer-Heinisch, Generalsekretär: Dr. Stefan
Mumelter
A-1080 Wien, Alser Straße 45, Tel +43 (01) 406 22 36, Fax +43 (01)
408 64 81, office@handelsverband.at, www.handelsverband.at,
www.versandhandel-online.at,
Mitglied bei DSE (Direct Selling Europe) und EMOTA (European Distance
Selling Trade Association)

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OTS0128 2011-11-10 10:54 101054 Nov 11 HVB0001 0395



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