Heinisch-Hosek: "Austausch zwischen Politik und Medien soll Mut zur Veränderung geben"
Frauenministerin eröffnete den 13. Journalistinnen-Kongress in Wien
Wien (OTS) - "Der Journalistinnen-Kongress findet heuer zum 13.
Mal statt: Das ist eine sehr beachtliche Zahl an Zusammenkünften, die
Frauen auf den Weg gebracht haben", sagte Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek heute in ihrer Begrüßungsrede beim 13.
Journalistinnen-Kongress im Wiener Haus der Industrie. "Frauen haben
ihren Platz im Journalismus erobert. Vor rund 20 Jahren gab es nicht
einmal halb so viele. Nur leider sind noch immer nicht viele davon in
Führungspositionen vorgerückt. Frauen sind in den Chefredaktionen
rar", sagte Heinisch-Hosek.
Seit dem vergangenen Jahr seien einige politische und gesetzliche
Maßnahmen in Richtung Gleichstellung getroffen worden, so die
Frauenministerin. Unter anderem wurde die Frauenquote im ORF
durchgesetzt, die Transparenz der Einkommen in großen Unternehmen
vorangetrieben und die freiwillige Quote bei Führungspositionen in
Staatsbetrieben festgelegt. "Oft werden aber die Talente in den
eigenen Reihen nicht gesehen. Dann wird den Frauen vorgeworfen, sie
hätten zu wenig Selbstvertrauen. Aber es geht auch darum, wie sehr
ich mich willkommen fühle, wie den Frauen signalisiert wird: Ja, du
bist eingeladen, dich für höhere Positionen zu bewerben."
Daher sei es auch wichtig, dass Gesetze mit Sanktionen verschärft
werden: "Leider genügen Appelle alleine oft nicht", so
Heinisch-Hosek. Und aus den Stellenanzeigen müsse klar hervorgehen,
wie das Einkommen laut Kollektivvertrag aussehe und welche
Überbezahlung möglich sei. "Sonst sagt man den Frauen nachher, dass
sie nicht mehr verlangt haben. Ich lade Sie auch ein: Schauen Sie im
Gehaltsrechner nach, schauen Sie nach, was Ihnen eigentlich zustehen
würde."
Ebenso wichtig sei es, dass Frauen Netzwerke bilden. Gerade der
Austausch zwischen Politik und Medien sei notwendig, damit Ideen und
konkrete Maßnahmen Verbreitung und Akzeptanz finden könnten. "Die
Zusammenkunft von Frauen aus Politik, Journalismus und Wirtschaft
kann uns nicht nur ein Mehr an Informationen, sondern auch den Mut
zur Veränderung geben", schloss die Frauenministerin und wünschte dem
Kongress einen guten Erfolg.
Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149,
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