• 09.11.2011, 13:40:55
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Gemeinsam Forschen für Entwicklung

Strategische Hochschulpartnerschaften fördern internationalen Dialog und nachhaltige Strukturen

Wien (OTS) - Der UNESCO Weltwissenschaftstag am 10. November macht
darauf aufmerksam, welchen wichtigen Beitrag WissenschafterInnen zu
nachhaltiger Entwicklung und wirtschaftlichem Fortschritt leisten.
Mit dem Hochschulkooperationsprogramm APPEAR stärkt die
Österreichische Entwicklungszusammenarbeit nachhaltig Institutionen
aus dem Bereich Wissenschaft und Forschung in ihren Partnerländern.

In Entwicklungsländern zeichnet sich seit einiger Zeit ein
erfreulicher Trend ab: Die Einschulungsraten von Mädchen und Buben
steigen kontinuierlich an. Durch bessere Bildung wächst auch die
Chance der Kinder, langfristig der Armut zu entkommen. Ebenso wichtig
für den Entwicklungsprozess eines Staates sind neben der
Grundschulbildung Wissenschaft und Forschung. Gerade arme Länder
haben große Aufgaben zu bewältigen: Ernährungssicherheit und
Gesundheitsversorgung sind zu gewährleisten, Rechtsstaatlichkeit zu
schaffen oder etwa Weichen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu
stellen. Akademische Lehre und Forschung können zeitgemäße Antworten
auf diese Herausforderungen bereitstellen: "In der heutigen
Wissensgesellschaft sind gut ausgebildete Fachleute notwendig. Ein
entsprechend leistungsfähiges Hochschulsystem garantiert die
notwendige Qualität der Ausbildung und bietet darüber hinaus auch
Möglichkeiten, angemessene Forschung zu betreiben", unterstreicht
Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian
Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit.

Mit APPEAR (Austrian Partnership Programme in Higher Education and
Research for Development, www.appear.at) unterstützt die Austrian
Development Agency seit Frühling 2010 erstmals systematisch die
Wissenschaftskooperation mit den Partnerländern der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit. Alle österreichischen Universitäten und
Fachhochschulen sind gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen
und Hochschulen aus dem Süden aufgefordert, Projektvorhaben für
dieses Programm zu entwickeln und einzureichen. "Während die Stärkung
von Lehre, Forschung und Management an den südlichen
Partnerinstitutionen im Mittelpunkt steht, führt das Programm in
Österreich zu einer intensivierten Auseinandersetzung mit
entwicklungspolitischen Fragestellungen und fördert dadurch den
Bereich Forschung für Entwicklung", so Öppinger-Walchshofer.

Derzeit können zum dritten Mal Projekte bei APPEAR eingereicht
werden. Elf mehrjährige akademische Partnerschaften werden bereits
gefördert, 24 Kooperationen erhielten durch eine sogenannte
Anbahnungsfinanzierung Starthilfe. So setzen sich etwa die
Universität Wien und die Addis Ababa University in einer akademischen
Partnerschaft mit dem Thema Ausbildungs- und Beschäftigungssituation
von Menschen mit Behinderung in Äthiopien auseinander. Bei einem
umfangreichen Vorhaben zu nachhaltigem Wasser- und
Fischereimanagement in Burkina Faso sind insgesamt acht
Partnerinstitutionen beteiligt, darunter die Universität für
Bodenkultur in Wien und die Universitäten Ouagadougou und
Bobo-Dioulasso in Burkina Faso.

Für das fünfjährige Programm stehen rund 10 Millionen Euro zur
Verfügung. Der Österreichische Austauschdienst (OeAD) und das
Lateinamerika-Institut sorgen für die professionelle Umsetzung von
APPEAR. "Ich freue mich, dass dieses neue Programm so gut angenommen
wird und wir damit den wissenschaftlichen Dialog national und
international stärken können", so ADA-Geschäftsführerin
Öppinger-Walchshofer abschließend.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder
in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie Südost- und Osteuropa bei
ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen
Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien, die
Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit, setzt diese gemeinsam mit öffentlichen
Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Rückfragehinweis:

Austrian Development Agency (ADA),
   die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
   Information und Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Heidi Liedler-Frank
   Tel.: +43 (0)1 90399-2400
   [email protected]
   www.entwicklung.at

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