- 09.11.2011, 11:45:04
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Blecha: Pensionisten sind nicht Schuld an der Finanzkrise
Moitzi: Bildungsvolksbegehren unterschreiben
Wien (OTS/SK) - "Die Pensionistinnen und Pensionisten sind nicht
Schuld an der Finanzkrise", erklärte Pensionistenverbands- und
Seniorenrats-Präsident Karl Blecha bei der Landeskonferenz des
Pensionistenverbandes Steiermark in Krieglach. Vor über 500
Pensionisten-Vertreterinnen und -Vertretern kündigte Blecha
"härtesten Widerstand gegen die infame Hetzkampagne, die gegen die
Pensionistinnen und Pensionisten geführt wird", an. Blecha: "Wir
werden hingestellt als hätten wir die Schuld an den Staatsschulden.
Das lasse ich nicht zu! Das Gegenteil ist nämlich der Fall: der
Staatszuschuss zu den Pensionen ist durch unsere Steuer- und
Beitragsleistung gegenfinanziert!" ****
"Unser staatliches Pensionssystem ist sicher, wenn es Beschäftigung
gibt, wenn es Wachstum gibt und ein höheres faktisches
Pensionsantrittsalter ermöglicht wird", erklärte Blecha zur aktuellen
Pensionsdebatte. "Daher brauchen wir eine Politik, die Beschäftigung
schafft und alles unternimmt, um Arbeitsplätze zu sichern und nicht
eine Politik, wo Staaten zu Tode gespart werden", so Blecha.
Der Pensionistenverbands-Präsident fordert die zügige Umsetzung der
Reformvorschläge der Sozialpartner und des "Gesund länger
arbeiten"-Programms des Pensionistenverbandes: "Dazu ist in erster
Linie eine Reform der Arbeitswelt notwendig, weil Arbeit viel zu oft
krank macht!" Der Pensionistenverbands-Präsident nahm einmal mehr die
Betriebe in die Pflicht: "Sie müssen sicher stellen, dass
Arbeitnehmer durch ihren Job nicht krank werden!" Blecha fordert
außerdem einen verstärkten Kündigungsschutz für ältere Beschäftigte
und einen spürbaren Malus für Unternehmen, die ihr Personal in die
Frühpension abschieben. "So wie in Finnland, Schweden und Dänemark,
wo die Betriebe viel stärker für ihre älteren Beschäftigten und das
Pensionssystem zur Verantwortung gezogen werden", so Blecha.
Auch zur aktuellen Debatte um die nächstjährige Pensionsanpassung
nahm Blecha Stellung: Dass die rückwirkende Anpassung der Teuerung in
Höhe von 2,7 Prozent außer Streit steht, ist für Blecha angesichts
der europäischen Entwicklung "ein Erfolg, den man nicht kleinreden
darf."
Blecha hat "eine Reihe von Punkten" mit im Verhandlungskoffer: "Vor
allem die Streichung des Alleinverdiener-Absetzbetrages ist ein
'soziales Unrecht'. Aber da lassen wir nicht locker!", kündigte
Blecha an.
An der Pensionistenverbands-Konferenz nahm auch der Vorsitzende der
Sozialistischen Jugend, Wolfgang Moitzi teil, der gemeinsam mit
Blecha den Dialog der Generationen führte. Moitzi richtete einen
dringenden Appell, auch an die ältere Generation, das
Bildungsvolksbegehren zu unterschreiben.
Die steirische Landesvorsitzende, die frühere Nationalrätin Sophie
Bauer wurde mit überwältigendem Votum der Delegierten neuerlich zur
Vorsitzenden des Pensionistenverbandes Steiermark gewählt. (Schluss)
sv/mp
Rückfragehinweis: Andy Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs,
Tel.: 0664-48 36 138
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