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OTS0092   9. Nov. 2011, 10:28

Grüne Wien/Werner-Lobo: Polizeieinsatz bei Räumung von besetztem Haus völlig unangemessen


Als "völlig unangemessen" bezeichnet der
Menschenrechtssprecher der Grünen Wien, Klaus Werner-Lobo, den
gestrigen Polizeieinsatz zur Räumung des besetzten Hauses in der
Lindengasse 60. "100 Polizisten, 30 Polizei-Einsatzfahrzeuge, ein
Panzer, ein Hubschrauber und großräumige Absperrungen zur Räumung von
30 friedlichen BesetzerInnen sind wohl mehr als überzogen und eine
sinnlose Verschwendung von Steuergeld", so Werner-Lobo. Die
BesetzerInnen zeigten keinen Widerstand, eine spontane Demonstration
ist ohne größere Zwischenfälle verlaufen. "Es wurden friedliche
DemonstrantInnen festgenommen, nur weil sie den Einsatz mitfilmten",
kritisiert Lobo das Vorgehen der Polizei und das dafür
verantwortliche Innenministerium.

"Wir setzen uns in der Stadtregierung künftig verstärkt für die
kulturelle Zwischennutzung von leerstehenden Gebäuden ein", kündigt
Werner-Lobo an. Das schließt aus Grüner Sicht selbstverständlich auch
subkulturelle Bewegungen mit ein. "Schließlich sind international
anerkannte Kulturinstitutionen wie das Wiener WUK oder die Arena auch
aus Hausbesetzungen hervorgegangen", so Werner-Lobo abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0092 2011-11-09 10:28 091028 Nov 11 GKR0001 0159



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