- 09.11.2011, 10:27:04
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Internationales Symposium an der Donau-Universität Krems
Schwarz: Handlungsbedarf im Feld der ästhetischen Medizin
St. Pölten (OTS/NLK) - Das am Montag, 7. November, an der
Donau-Universität Krems über "Gefahren und Möglichkeiten der
ästhetischen Medizin" abgehaltene internationale Symposium zeigte die
unterschiedlichen Zugänge zu diesem Thema aus ärztlicher und
psychologischer Sicht sowie aus gesellschaftspolitischer und
kommerzieller Perspektive.
"Erschreckend für mich ist, dass die Zielgruppe jünger wird. Viele
Frauen unter 20 Jahren sind bereit, sich einem medizinischen Eingriff
zu unterziehen, um gängigen - meist der Mode unterworfenen -
Schönheitsidealen zu entsprechen. Unterstützt wird dieser Trend durch
das Schönheitsbild in Medien und Werbung, weshalb eine
Kennzeichnungspflicht für unrealistische Werbesujets Standard werden
muss, genauso wie Qualitätskriterien in der ästhetischen Medizin.
Schönheitsoperationen werden ja mittlerweile schon in Zeitungen, im
Radio, in Diskotheken oder im Internet verlost bzw. versteigert. Eine
medizinische Notwendigkeit kann hier wohl kaum Grundlage sein", meint
dazu Frauen-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz.
Die Landesrätin betonte auch den dringenden Handlungsbedarf im
boomenden Feld der ästhetischen Medizin: "Ich appelliere in diesem
Zusammenhang an die Verantwortlichen, allen voran auch an Eltern,
Ärztinnen und Ärzte: Wir dürfen vor allem jungen Mädchen nicht das
Gefühl geben, dass sie nur anerkannt und geschätzt werden, wenn sie
den gerade aktuellen Schönheitsidealen entsprechen. Aufklärung über
die Risiken der so genannten Schönheitsoperationen sind genauso
wichtig wie professionelle psychologische Beratung vor jedem
Eingriff."
Strenge Qualitätsstandards im Bereich der ästhetischen Medizin
sowie Informations-, Aufklärungs- und Dokumentationsstandards von
Patientinnen-Informationsblättern bis hin zu verpflichtender
psychologischer Beratung werden auch von Dr. Gerald Bachinger, NÖ
Patientenanwalt und Sprecher der Patientenanwälte Österreichs,
gefordert.
An die 50.000 medizinische Eingriffe zugunsten der Schönheit
werden pro Jahr in Österreich durchgeführt. Meist sind es Frauen, die
sich durch Operationen eine Verbesserung ihrer Lebensqualität
erwarten, aber auch immer mehr Männer folgen diesem Trend. Bevorzugt
sind Fettabsaugungen, Brustvergrößerungen, Gesichtsstraffungen sowie
Augenlid- und Nasenkorrekturen.
Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung
Allgemeine Förderung, Frauenreferat, Telefon 02742/9005-13309, e-mail
[email protected].
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12156
www.noe.gv.at/nlk
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