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OTS0318   8. Nov. 2011, 22:02

Kommentar zu Unternehmen / Japan / Toyota


Toyota kreist um sich selbst

Für den japanischen Autokonzern Toyota kommt es derzeit knüppeldick.
Nicht nur, dass der einstige Branchenprimus in diesem Jahr auf Platz
drei der führenden Autokonzerne weltweit abrutscht, unter GM und
Volkswagen. Erstmals schlug sich der Konzern beim Betriebsgewinn im
zweiten Quartal auch schlechter als Nissan, die Nummer zwei in Japan.
Allein der Erfolg des heimischen Rivalen zeigt schon: Es ist zu kurz
gedacht, die Probleme bei Toyota vor allem auf den Tsunami oder jetzt
auf das Hochwasser in Thailand zu schieben. Nissan müsste von diesen
Havarien sonst ebenfalls hart getroffen sein. Tatsächlich aber feiert
der Konzern gerade in jüngster Zeit große Erfolge.

Anders als Toyota hat der Rivale die Zeichen der Zeit besser erkannt:
Der Trend in der Autobranche geht schon länger zu engerer
Kooperation. Weltweit schmieden die Giganten neue Allianzen, vor
allem, um den technologischen Herausforderungen wie dem Übergang vom
Verbrennungs- zum Elektromotor zu begegnen. Gerade erst hat Daimler
Interesse bekundet, mit Nissan Motoren zu entwickeln. Dagegen kreist
die Toyota-Führung noch zu stark um sich selbst. Neue Modelle sollen
möglichst unabhängig entwickelt werden; erwünscht ist auch, dass die
Zulieferer nah, wenn nicht sogar im Heimatmarkt Japan liegen. Toyota
muss sich stärker öffnen, wenn es im harten Wettbewerb der Autobauer
nicht weiter zurückfallen will.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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