• 08.11.2011, 21:21:44
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Reformstau darf keine Option mehr sein (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 9. Nov. 2011

Klagenfurt (OTS) - Jeder ist schon ganz erleichtert, wenn der
oberste Beamtengewerkschafter Samthandschuhe anlegt statt zum
Holzhammer zu greifen. Wenn er konziliant die Initiatoren des
Bildungsvolksbegehrens dazu einlädt, ihre Vorstellungen auf dem
GÖD-Kongress zu präsentieren. Diese Signale ändern aber nichts daran,
dass sich mit Fritz Neugebauer jemand für weitere fünf Jahre in einer
Schlüsselposition einzementiert, der kein Reformer ist. Die Zeit, in
Bildungs-Ideen zu schwelgen und vielleicht dem einen oder anderen
Vorschlag zu applaudieren, hat Österreich nicht. Das Land braucht
eine rasche, totale Umgestaltung des Bildungssystems. Der Schlüssel
dazu sind Lehrer, die nicht nur in der Gegenwart, sondern schon in
der Zukunft angekommen sind. Pädagogen, die ihren Beruf und ihre
Methodik ständig neu erfinden, um Kinder dort abzuholen, wo sie sich
aktuell befinden. In einer veränderten Medienrealität mit oftmals
kleineren Aufmerksamkeitsfenstern. Wenn über 20 Prozent der Schüler
trotz Schule nicht sinnerfassend lesen können, heißt es jetzt
handeln, nicht in fünf Jahren.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]

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