• 08.11.2011, 11:40:49
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StR Ludwig: Ausstellung zum geplanten Stadt Wien-Technologiecluster "TESTBASE"

Das Siegerprojekt, das ab dem Frühsommer 2013 realisiert wird, ist von 9. bis 25.11.2011 im Amtshaus Muthgasse zu sehen

Wien (OTS) - In der Rinnböckstraße in Simmering wird unter
Federführung der MA 34 - Bau- und Gebäudemanagement ein neuer
Technologiecluster der Stadt Wien mit modernsten Labor- und
Büroarbeitsplätzen entstehen. Mehrere eng miteinander vernetzte
Magistratsabteilungen mit Prüf- und Forschungsaufgaben werden damit
künftig an einem Standort untergebracht sein, um verstärkt
Synergieeffekte zu nutzen, Verwaltungskosten zu sparen und die
KundInnenfreundlichkeit weiter zu steigern.
Im Rahmen eines 2-stufigen europaweiten Architektur- bzw.
Generalplanerwettbewerbs wurde die Neuplanung der Liegenschaft 11.,
Rinnböckstraße 13-15, die sowohl die Sanierung und Aufstockung des
Bestands, als auch die Errichtung von Neubauten vorsieht,
ausgeschrieben. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge, allen voran
das Siegerprojekt, werden nun im Rahmen einer Ausstellung von 9. bis
25. November im Amtshaus Muthgasse präsentiert. Die Eröffnung der
Ausstellung zum neuen Technologiezentrum "TESTBASE" nahm heute,
Dienstag, Wohnbaustadtrat Michael Ludwig gemeinsam mit
Bezirksvorsteherin Renate Angerer und Stadtbaudirektorin Brigitte
Jilka vor. *****

Die im Eigentum der Stadt Wien und in Verwaltung der MA 34
stehende Liegenschaft Rinnböckstraße 13-15 wird derzeit durch die MA
39 genutzt. Neben der Sanierung und Aufstockung der Bestandsgebäude
der MA 39 werden im Rahmen des Projekts "TESTBASE" Büro- und
Laborflächen für die Magistratsabteilungen 6, 38, 59 und 60
geschaffen sowie die derzeit auf mehrere Standorte verteilten
Abteilungen der MA 39 zusammengelegt.

"Mit ,TESTBASE' entsteht auf rund 27.000 Quadratmetern
Bruttogrundfläche ein Technologiezentrum mit modernster Ausstattung,
hoher Leistungsfähigkeit und vielfältigem Angebot. So werden die
Untersuchungs- und Prüfangebote der MA 38 und der MA 39 künftig
sowohl für interne als auch externe Kundinnen und Kunden der Stadt
Wien bei einer Anlaufstelle gebündelt sein. Ausgezeichnete
ökologische Standards und eine High-Tech-Ausstattung, die
Forschungsarbeiten auf internationalem Top-Niveau ermöglicht, werden
das Bild von ,TESTBASE' prägen. Dazu zählt beispielsweise auch die
Errichtung einer Großbauteil-Brandversuchshalle, die zu den
modernsten im europäischen Raum zählen wird", skizzierte
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig das Projekt, dessen Gesamtbaukosten
mit rund 45 Mio. Euro beziffert werden. ",TESTBASE' wird bei
laufendem Betrieb in Etappen realisiert werden. Geplante
Fertigstellung des Stadt Wien-Technologieclusters ist im Winter 2018.
Die Finanzierung wird größtenteils aus Mitteln der
Magistratsabteilungen 34 und 39 erfolgen", informierte Ludwig.

"Das geplante Technologiezentrum ist ein Projekt, das auch für den
Bezirk Simmering höchsten Stellenwert hat. Denn ,TESTBASE', in dem
rund 300 Magistrats-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sein
werden, wird - als weiterer starker Impulsgeber für die Wirtschaft im
Bezirk - das gesamte Gebiet aufwerten und zusätzlich beleben", freute
sich Bezirksvorsteherin Renate Angerer.

"Viele unserer Magistratsabteilungen sind zur Sicherheit der
Bevölkerung im Kontroll- und Überwachungsbereich eingesetzt. Die
Aufgaben bei der Lebensmittelprüfung, der Baustoffzertifizierung, bei
Brandversuchen usw. werden immer umfangreicher. Die damit befassten
Abteilungen platzen aus allen Nähten und müssen auch am besten Stand
der Technik ausgerüstet sein. Die "TESTBASE" ist erstens ein schönes
Beispiel dafür wie der Magistrat für eigene Zwecke baut und wird
zweitens garantieren, dass alle Leistungen in hochprofessioneller
Umgebung durchgeführt werden können", betonte Stadtbaudirektorin
Brigitte Jilka.

Daten & Fakten zu "TESTBASE"

Die Unterbringung der Magistratsabteilungen auf der Liegenschaft
bedingt die Bestandssanierung von rund 11.050 m2 BGF
(Bruttogrundfläche), die Aufstockung von ca. 3.055 m2 BGF sowie die
Neuerrichtung von rund 13.122 m2 BGF. Dabei stellt der Einsatz von
Alternativenergien einen wesentlichen Bestandteil des Projekts dar.

Bauherr: MA 34 - Bau- und Gebäudemanagement
Grundstückfläche: ca. 11.278 m2
Nutzfläche derzeit: ca. 5.291 m2
Nutzfläche zukünftig: ca. 12.869 m2
Bruttogrundfläche gesamt: ca. 27.227 m2

Nutzer derzeit: MA 39 - Prüf-, Überwachungs- und
Zertifizierungsstelle der Stadt Wien
Nutzer zukünftig:
MA 6 - Rechnungs- und Abgabenwesen
MA 38 - Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien
MA 39 - Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle der Stadt Wien
MA 59 - Marktamt
MA 60 - Veterinäramt und Tierschutz
Arbeitsplätze: derzeit ca. 80, zukünftig ca. 300

Ökologische Aspekte:
Thermische Sanierung der Bestandsgebäude der MA 39
Einsatz von Alternativenergien (Solarthermie, Photovoltaik, Erdwärme)

Wärmerückgewinnung aus dem Betrieb der Brandversuchshalle
Geplante Bauteilaktivierung zur Kühlung
Präzise Auswertungen über alle Energieträger mittels Fernüberwachung

Gesamtkosten des Projekts "TESTBASE": rund 45 Mio. Euro

Projektablauf

- Grundlagenstudie zur Entscheidungsfindung durch MA 34: 2009/2010
- EU-weiter offener, 2-stufiger Generalplanerwettbewerb: 02 bis
10/2011
- Auswahl des Siegerprojekts durch Jury (Kooperation MA 19 und MA
34): 17.10/2011
- Fertigstellung der Planung zur Einreichfähigkeit: 12/2012
- Geplanter Baubeginn: 05/2013
- Etappenweise Umsetzung bei laufendem Betrieb: bis 10/2018

Wettbewerb

Für die Architektur- und Generalplanerleistungen wurde von der MA
19 mit der MA 34 ein offener 2-stufiger Realisierungswettbewerb
ausgelobt, bei dem 27 Projekte eingereicht wurden. In der 1. Stufe
wurden sechs Projekte für eine Weiterbearbeitung ausgewählt. Von
diesen sechs Projekten wurde im Rahmen einer Jurysitzung am
17.10.2011 das Siegerprojekt ausgewählt, das zur Realisierung kommen
wird.

Das Siegerprojekt

Das Siegerprojekt besticht sowohl durch seine klare Struktur und
die Formgebung der Baukörper, als auch durch den sensiblen Umgang mit
der angrenzenden Wohnbebauung und dem Grünraum. Durch die
Randbebauung der Liegenschaft wird ein großzügiger Wirtschaftshof
geschaffen, der die unterschiedlichen Nutzungsanforderungen erfüllt.
Dies wird durch den Abbruch des Hoftrakts und die massive
Unterkellerung von ca. 40% der Liegenschaft erreicht.
Der Bedarf an Seminarflächen wird durch das pavillonartige
Seminarzentrum gedeckt, das zur südöstlich angrenzend Wohnbebauung
orientiert ist. Die Situierung der Baukörper ermöglicht einen
optimalen Bauetappenablauf und bietet durch die Verbindung des
Neubaus mit dem Bestandsgebäude zukünftig auch die Möglichkeit, auf
zusätzlichen Flächenbedarf der Dienststellen kurzfristig zu
reagieren.
Durch die zonierte Begrünung des Innenhofs und der Dachflächen
wird das lokale Mikroklima positiv beeinflusst.

Ausstellung zu "TESTBASE"

Im Rahmen der Ausstellung werden das Siegerprojekt sowie alle
Wettbewerbsbeiträge präsentiert.

Ausstellungsort: 1190 Wien, Amtshaus Muthgasse 62, Foyer
Ausstellungsdauer: 9. bis 25.11.2011
Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 8 bis 15 Uhr
Freier Eintritt

Informationen zu "TESTBASE" sind auch unter
http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/veranstaltungen/ausstellungen/
2011/cluster-testbase.html abrufbar. (Schluss) da

Rückfragehinweis:
Christiane Daxböck
Mediensprecher Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig
Tel.: 01 4000-81869
mailto:[email protected]

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