• 08.11.2011, 09:28:57
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Bildungsvolksbegehren: Bewegung auf dem GÖD-Kongress - bröckelt der Beton ?

Diskussion statt Totschweigen: 90 Delegierte unterstützen Initiativ-Antrag zur Unterstützung des Bildungsvolksbegehrens

Wien (OTS) - Heute Nachmittag werden Beate Neunteufel-Zechner
(Betriebsratsvorsitzende Nationalbibliothek) Reinhart Sellner
(AHS-Gewerkschaft), Wilfried Mayr (APS-Gewerkschaft) und Gary
Fuchsbauer (BMHS-Gewerkschaft) im Rahmen des Tagungspräsidiums des
GÖD-Bundeskongresses einen Initiativantrag einbringen. Inhalt: eine
Unterstützung des Bildungsvolksbegehrens in seiner entscheidenden
Schlussphase. "Das ist möglich geworden, weil die FSG mit über 70
Unterschriften, darunter die der beiden GÖD-Präsidiumsmitglieder
Holzer und Korecky, bereit ist, sich wie ÖGB und AK
unmissverständlich für das Bildungsvolksbegehren auszusprechen,'"
freut sich Reinhart Sellner für die Antragsstellenden. "Der
Initiativantrag soll dafür sorgen, dass die FCG-Mehrheit beginnt,
spät, aber nicht zu spät, ihre Haltung zu bildungs- und
bildungsbudgetpolitischen Fragen sachorientiert und offen zu
vertreten und sich der aktuellen Bildungsdiskussion zu stellen."

Eine kontroversielle, aber sachliche Debatte von Pro- und
Kontra-Argumenten wäre ein Zeichen, dass auch die Gewerkschaft
öffentlicher Dienst diese Diskussion offen führen will.
"Untergriffiges Polemisieren und parteipolitisches Taktieren
einzelner Spitzenfunktionäre - allesamt männlich - gegen eine
Initiative, die Bewegung in die Schulpolitik bringen und eine
ausreichende Finanzierung von Universitäten, Schulen und Kindergärten
erreichen will, könnten damit endlich Vergangenheit werden. Es ist
Zeit für eine GÖD-neu: demokratisch, sachorientiert und
parteiunabhängig für die ArbeitnehmerInteressen der öffentlich
Bediensteten und Ausgegliederten," schließt Sellner. "Auch wenn der
Antrag bei der Abstimmung keine GÖD-Mehrheit finden sollte - der
Beton beginnt zu bröckeln, Glück auf!"

Zwt.: Initiativantrag im Wortlaut:

"Bildungsvolksbegehren - nur noch bis 10.11.2011

Die GÖD steht für Arbeitsplätze und bessere Arbeitsbedingungen im
öffentlichen Dienst und im Bildungs- und Wissenschaftsbereich. Je
mehr Menschen das Volksbegehren unterstützen, um so stärker wird der
Druck auf die Regierung, damit Bildung, Wissenschaft und Forschung
endlich die Aufmerksamkeit und die Budgetmittel bekommen, die derzeit
fehlen.

Die Bundeskonferenz der GÖD, der überparteilichen
Interessensvertretung aller öffentlich Bediensteten und
Ausgegliederten, empfiehlt daher den KollegInnen trotz der Kritik an
einigen Detailforderungen, die letzten Tage des zeitgleich mit dem
Bundeskongress zu Ende gehenden Volksbegehrens zu nützen und das
Volksbegehren Bildungsinitiative (VBBI) zu unterschreiben.

Begründung: Es ist 5 vor 12. Österreich braucht gegen die
Wirtschaftskrise und ihre Folgen eine zukunftsorientierte Bildungs-
und Bildungsbudgetpolitik. Österreich soll nicht sitzenbleiben.
Es geht um die Qualität notwendiger Schulreformen, um ein
leistungsgerechtes und für die dringend gesuchten NeueinsteigerInnen
attraktives Dienst- und Besoldungsrecht und um eine forschungs- und
praxisgeleitete vollakademische Ausbildung aller LehrerInnen und
PädagogInnen.

Es geht um die Zukunft der Kinder und Jugendlichen, die in
Österreich leben.

Es geht um Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen und Einkommen der
öffentlich Bediensteten in Kindergärten, Schulen, PH und
Universitäten."

Rückfragehinweis:
Reinhart Sellner, UGöD
Rückfragen: [email protected] - Tel: 0676/34 37 521
Internet: www.ugoed.at

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