Der Mensch und seine Möglichkeiten (von Claudia Grabner)
Ausgabe 8. Nov. 2011
Klagenfurt (OTS) - Es gibt für jeden Menschen die Möglichkeit,
etwas zu wollen - und es nicht zu tun. Dem einen kommt die
Bequemlichkeit dazwischen. Der andere hält sich für ein unbedeutendes
Würschtl, das lieber gar nicht erst anfängt, das zu tun, was es
möchte ... Welche Begründung für die ureigene Lethargie man auch
(er)findet: Sie ist in jedem Fall bedauerlich. Und mitunter ist sie
mehr als das: Im Falle der Bildungsfrage kommt man um den Begriff
Fahrlässigkeit fast nicht umhin. Vor allem dann nicht, wenn jene
Umfrage stimmt, wonach 53 Prozent der heimischen Pädagogen der
Meinung sind, dass die Lehrergewerkschaft die Bildungsdebatte
blockiert, und nur acht (!) Prozent der Lehrer das Bremser-Tun a la
Fritz "die Betonmauer" Neugebauer als positiv bezeichnen. Trotzdem
aber bleibt man still. Man begehrt nicht auf, lässt sich vom inneren
Schweinehund besiegen. Man akzeptiert, wie das Bildungssystem an
Wert, wie die Schule an Qualität verliert. Und das, obgleich es für
jeden Menschen die Möglichkeit gibt, etwas zu wollen - und es auch zu
tun.














