- 07.11.2011, 16:13:30
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FSG-GÖD-Holzer: Einige Bundesländer fallen Gewerkschaft in den Rücken
30 Jahre das Hohelied auf den privaten Profit und dann die Sozialisierung der Verluste
Wien (OTS/FSG-GÖD) - "Jene fünf Landesregierungen die erklärt
haben, dass sie das Ergebnis der Gehaltsverhandlungen auf Bundesebene
nicht übernehmen werden, sind uns in den Rücken gefallen",
kritisierte der Vorsitzende der FSG-GÖD, Richard Holzer, das Vorgehen
dieser Landesregierungen scharf. Auch Holzer lies bei der
FSG-GÖD-Fraktionskonferenz wie schon vor ihm Bundeskanzler Werner
Faymann, FSG-Bundesvorsitzender Wolfgang Katzian und ÖGB-Präsident
Erich Foglar an den Krisenverursachern kein gutes Haar.++++
"30 Jahre das Hohelied auf privaten Profit und dann mit dem großen
Knall die Sozialisierung der Verluste", stellte Holzer fest. So galt
plötzlich das immer so gepriesene Prinzip "Leistung nur für
Gegenleistung" für die Banken nicht mehr. Die Verluste wurden
schlicht der Allgemeinheit aufgebürdet. Holzer: "Und die Verursacher
der Krise mussten keine Rechenschaft ablegen. Ja noch schlimmer: Es
sind auch keine Lehren aus der Krise gezogen worden. Die
Finanzinstitute wurden bis heute nicht wirklich an die Kette gelegt",
so Holzer.
Holzer weiter: "Im Spielcasino herrscht Hochbetrieb. Die Aktienkurse
fahren Achterbahn. Die Boni und Gehälter sind wieder auf
Vorkrisenniveau. Die Spekulation blüht wie nie." Inzwischen habe aber
die Krise eine neue Stufe erreicht. Der FSG-GÖD-Vorsitzende: "Die
Kosten des Rettungseinsatzes ließen die Staatschulden explodieren. So
wurden aus der großen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise eine
Schuldenkrise."
Der Gipfel sei aber, so Holzer, dass "zuerst die Staaten die Banken
und die Wirtschaft vor dem Zusammenbruch retteten. Jetzt müssen
dieselben Staaten verzweifelt um das Vertrauen der Banken und Märkte
werben. Und dann bestimmen die geretteten Banken auch noch den Preis,
zu dem sich Staaten frisches Kapital leihen können."
Zu den laufenden Gehaltsverhandlungen meinte Holzer, dass "der
Bundesregierung klar sein muss, das für die Kaufkraft die
Lohnentwicklung eminent wichtig ist und ein Kaufkraftverlust in einer
Zeit wo das Wirtschaftswachstum zurückgeht mehr als kontraproduktiv
ist." Wichtig fand Holzer, dass "die Metaller nicht lange fackelten
und zum stärksten Mittel des Streiks gegriffen haben."
Rückfragehinweis:
FSG-GÖD-Presse
Franz Fischill
Mobil: 0664/814 63 11
E-Mail: [email protected]
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