OTS0220   7. Nov. 2011, 14:46

Wie geht das Leben der Christen in Nahost weiter?

3. "Colloquium Syriacum" der Stiftung "Pro Oriente" von 9. bis 11. November in Wien - Der syrisch-katholische Patriarch Ignatios Youssif III. ist unter den Teilnehmern


Wien, 07.11.11 (poi) Die "neuen Herausforderungen"
für die nahöstlichen Christen stehen im Mittelpunkt des 3.
"Colloquium Syriacum" der Stiftung "Pro Oriente", das von 9. November
bis 11. November im Wiener Pallotti-Haus stattfindet. Insbesondere
sollen auch die Ergebnisse der im Oktober des Vorjahrs im Vatikan
abgehaltenen Nahost-Synode "im Kontext der laufenden Ereignisse" der
"Arabellion" reflektiert werden. An dem "Colloquium Syriacum" nehmen
Vertreter aller Kirchen der syrischen Tradition teil, an der Spitze
der im Libanon residierende syrisch-katholische Patriarch von
Antiochien, Ignatios Youssif III., der auch Präsident der
Nahost-Synode war. Außerdem beteiligen sich am "Colloquium Syriacum"
führende Wissenschaftler verschiedener Disziplinen aus Österreich,
Großbritannien, den USA, Israel und den Niederlanden. "Pro
Oriente"-Präsident Hans Marte betrachtet es als eine der großen
Errungenschaften der Stiftung, dass sie ab 1994 dem Dialog der seit
vielen Jahrhunderten getrennten Kirchen der syrischen Tradition
wesentliche Impulse gegeben hat. Zunächst geschah das bis 2005 im
Rahmen des "Syriac Dialogue", seither durch das "Forum Syriacum", das
nun bereits das 3. "Colloquium Syriacum" veranstaltet. Vor wenigen
Tagen ist die Dokumentation des 1. "Colloquium Syriacum" erschienen,
das dem Thema "Syriac Churches Encountering Islam. Past Experiences
and Future Perspectives" (Die Begegnung der Kirchen der syrischen
Tradition mit dem Islam. Erfahrungen der Vergangenheit und
Perspektiven der Zukunft) gewidmet war.

Patriarch Ignatios Youssif III. (mit zivilem Namen Joseph F. Younan),
der frühere syrisch-katholische Erzbischof von Mossul, Basile Georges
Casmoussa (der jetzt in Beirut lebt), der Salzburger
Kirchenhistoriker Prof. Dietmar W. Winkler (wissenschaftlicher Leiter
der "Pro Oriente Studies of the Syriac Tradition") und "Pro
Oriente"-Präsident Hans Marte berichten morgen, Dienstag, 8.
November, bei einem Pressegespräch um 11.30 Uhr im Pallotti-Haus
(1130 Wien, Auhofstraße 10) über das "Colloquium Syriacum". Die
Redaktionen sind herzlich eingeladen, Vertreter/innen zu diesem
Pressegespräch zu entsenden.

Am Rande des 3. "Colloquium Syriacum" gibt es mehrere öffentliche
Veranstaltungen, die Möglichkeiten zur Begegnung mit den Kirchen der
syrischen Tradition bieten, in denen das Erbe des frühen Christentums
lebendig ist. Am Mittwoch, 9. November, zelebriert der
syrisch-orthodoxe Chorbischof Emanuel Aydin um 19 Uhr in der
syrischen Pfarrkirche St. Efrem (1130 Wien, Lainzer Straße 154 a)
aus Anlass des "Colloquiums" einen Gottesdienst mit anschließender
Agape. Am Donnerstag, 10. November, spricht Patriarch Ignatios
Youssif III. um 19 Uhr im Prälatensaal des Schottenstifts (1010 Wien,
Freyung 6) zum Thema "The Special Synod for the Middle East - Results
and Challenges". Am Freitag, 11. November feiert der maronitische
Erzbischof von Beirut, Mar Boulos Matar, um 19 Uhr in der
Servitenkirche (1090 Wien, Servitengasse 9) die Heilige Messe im
maronitischen Ritus; die Servitenpfarre wird seit zwei Jahren von
maronitischen Ordensleuten betreut. (forts mgl)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0220 2011-11-07 14:46 071446 Nov 11 EDW0001 0479



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Rückfragehinweis: Prof. Erich Leitenberger
Pressesprecher
Stiftung PRO ORIENTE
Hofburg,
Marschallstiege II,
A-1010 Vienna
Tel.: +43-1-5338021-7
Fax: +43-1-5338021-4
E-Mail: leitenberger@pro-oriente.at
http://www.pro-oriente.at

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