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OTS0168   7. Nov. 2011, 13:11

Mautz zur Anhebung des Pensionsantrittsalters: Lebenswirklichkeit von älteren Frauen nicht außer acht lassen


Gegen eine Anhebung des Pensionsantrittsalters von
Frauen sprach sich heute, Montag, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin
Andrea Mautz gegenüber dem SPÖ-Pressedienst aus. Eine frühzeitige
Erhöhung des Pensionsantrittsalters würde völlig an der
Lebenswirklichkeit von älteren Frauen vorbeigehen, so Mautz. ****

"Der Arbeitsmarkt benachteiligt Frauen immer noch in hohem Maße. Auch
müssen wir uns die Arbeitsbedingungen genau anschauen. Auf der einen
Seite gibt es Frauen, die auf Grund von schlechten Arbeitsbedingungen
und Mehrfachbelastungen aus gesundheitlichen Gründen gar nicht länger
arbeiten können. Auf der anderen Seite werden ältere Frauen von der
Wirtschaft oft aus dem Arbeitsmarkt gedrängt", so Mautz.

"Viel wichtiger ist es, das faktische Pensionsantrittsalter an das
gesetzliche anzugleichen ", so Mautz. Dazu seien
arbeitsmarktpolitische Maßnahmen notwendig. In diesem Zusammenhang
nannte Mautz gesundheitsfördernde Maßnahmen am Arbeitsplatz und die
Förderung der Anstellung von älteren Arbeitnehmerinnen in
Unternehmen. "Hier könnte der Staat einen Teil der Lohnnebenkosten
übernehmen", so Mautz.

"Bevor das Frauenpensionsalter angehoben werden kann, muss vor allem
auch die unbezahlte Arbeit in Österreich besser verteilt und die
Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern erhöht werden", so Mautz
abschließend. (Schluss) pl/mp

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0168 2011-11-07 13:11 071311 Nov 11 NSK0004 0199



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