• 07.11.2011, 11:43:46
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FP-Guggenbichler/Mareda: Rot-grüne Vernebelungsstrategie beim Zieselschutz

Sima und Vassilakou sollen Stellung beziehen: Wollen sie Tier- oder Betonierschutz?

Wien (OTS/fpd) - Von der Medien-Ulli zur Schweige-Ulli - das
dürfte die neue Strategie der SPÖ-Umweltstadträtin sein. "Warum
schweigt sie in Sachen Tierschutz so beharrlich?", fragen sich die
Wiener Bürger bezugnehmend auf ihre Zurückhaltung zum Thema Ziesel am
Marchfeldkanal, "ist ihr noch nicht aufgefallen, dass der Tierschutz
in ihrem Ressort angesiedelt ist, oder versucht sie gemeinsam mit
Vizebürgermeisterin Vassilakou, durch ihr Schweigen die Bau- und
Spekulantenlobby nicht zu verärgern?"

Die geschützte Tierart der Ziesel am Marchfeldkanal scheint ernsthaft
bedroht zu sein. "Doch die Diskussion geht leider in die falsche
Richtung", erklärt Wiens FP-Umweltsprecher LAbg. Udo Guggenbichler,
"nach den aktuellen Erkenntnissen ist es falsch, Studien zu erstellen
wie man die Population am besten absiedelt." Denn die Tiere sind, wie
es die Richtlinie vorsieht, in ihrem Lebensraum zu schützen und nicht
auf Ausgleichsflächen.

Guggenbichler: "Weiters sollen die Tiere auch nicht in ihrem
Lebensraum gestört werden. Die Absiedlung würde nach Meinung von
Experten die Restpopulation weiter minimieren und gefährden! Auch der
Wiener Tierschutzverein steht einer Absiedlung kritisch gegenüber!"

Guggenbichler gibt zu bedenken: "Wenn die Ausgleichsflächen so
geeignet sein sollen, dann stellt sich doch ernsthaft die Frage,
warum sich die Ziesel nicht von vornherein dort angesiedelt haben?"
Eine der ungeklärten Fragen sei auch, ob sich die Ausgleichsflächen
nicht teilweise mit den für den Bau vorgesehenen Flächen
überschneiden. Verdächtig sei, dass Rot-Grün im Gemeinderat in diesem
Jahr schon drei Mal gegen einen Antrag auf Bausperre am
Marchfeldkanal gestimmt hat!

"Es ist zu befürchten dass hier der Betonier-Schutz der
Stadtregierung vor den Tier- und Artenschutz und die Bürgerinteressen
gestellt wird und Rot-Grün in bekannter Manier wieder einmal über
alles drüberfährt. Und das, obwohl von der Bürgerinitiative schon
mehrere tausend Unterschriften für den Schutz der Ziesel gesammelt
wurden", so der stellvertretende Vorsitzende des Umweltausschusses.

Für Floridsdorfs FP-Klubobmann Karl Mareda gibt es nur eine Lösung:
"Am 9. November bringen wir eine Resolution in der
Bezirksvertretungssitzung ein. Ihr Inhalt: Die Ziesel- und
Feldhamsterpopulationen sollen auf dem von ihnen in Besitz genommenen
Gebieten verbleiben dürfen. Eine Verdrängung der Tiere wird
abgelehnt. Weiters wird eine Bausperre beantragt. Man wird sehen wer
diese Resolution unterstützt." Und Mareda stellt klar: "Es kann für
uns nur eine Studie geben - nämlich eine über Ausgleichflächen für
die Bauprojekte und nicht für die geschützten Tiere!" (Schluss)

Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
Tel.: Tel.: (01) 4000 / 81 798

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