• 07.11.2011, 09:09:29
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Bildungsvolksbegehren: LehrerInnen sehen GÖD kritisch, Sympathie für "Gemeinsame Schule"

Schilcher an Neugebauer: Stillstand beenden und Platz machen für Reformen!

Wien (OTS) - Laut einer aktuellen "market"-Umfrage, die Anfang
November 2011 im Auftrag des Bildungsvolksbegehrens erstellt wurde,
beurteilen die LehrerInnen die Einflussnahme der Gewerkschaft sowohl
auf die derzeitige Bildungsdebatte, als auch auf das Image der
LehrerInnen eher zurückhaltend: Weniger als 40 Prozent der Befragten
glauben, dass die Debatte von der Gewerkschaft eher positiv oder
positiv beeinflusst wird. Demgegenüber stehen mehr als die Hälfte,
die glauben, dass die Gewerkschaft eher oder sogar alles blockiert.
In Sachen Image glaubt nur jeder Fünfte, dass sich der Einfluss der
GÖD positiv auswirkt, jeder Dritte glaubt an eine eher negative oder
negative Beeinflussung. Überraschend ist auch, dass lediglich 14
Prozent der befragten LehrerInnen das Konzept einer gemeinsamen
Schule der 10- bis 14-Jährigen ablehnen. Knapp die Hälfte der
LehrerInnen wählt aus den vorgelegten Namensvorschlägen den Begriff
"Gemeinsame Schule", "Neue Mittelschule" hatte hingegen nur für 12
Prozent den besten Klang.

Bernd Schilcher, Bildungsexperte und Mitinitiator des
Bildungsvolksbegehrens, folgert daraus, dass sich bei den LehrerInnen
offenbar ein Meinungswandel abzeichnet - und eine Erneuerung in der
Lehrer-Gewerkschaft immer notwendiger wird: "Die Umfrage-Ergebnisse
zeigen deutlich, dass eine wachsende Zahl von Lehrerinnen und Lehrern
mit der vorherrschenden Reformblockade-Politik von Teilen der
Lehrergewerkschaft nicht einverstanden ist", so Schilcher. Die
aktiven Lehrerinnen und Lehrer seien bei weitem fortschrittlicher als
ihre 'Vertretung'. "Ein Meinungswandel ist deutlich sichtbar. Die
LehrerInnen wollen augenscheinlich nicht von Stillstands-Funktionären
in Geiselhaft genommen werden", erklärt Schilcher.

Das Image des Berufstandes nimmt durch das Verhalten von Teilen
der Gewerkschaft erheblichen Schaden, wie die "market"-Umfrage
belegt. "Dem müssen auch die Spitzenfunktionäre in der GÖD, allen
voran Fritz Neugebauer, Rechnung tragen. Es wird Zeit, dass sie Platz
machen für Reformer und jene, denen das Wohl der Kinder wichtiger ist
als Besitzstandwahrung des eigenen Klientels," richtet Schilcher
Fritz Neugebauer aus. "Statt anzutreten für eine neue Amtszeit
sollten Sie zurücktreten," schließt Schilcher.

Rückfragehinweis:

Volksbegehren Bildungsinitiative
   Mag. Georg Koenne, Pressereferent
   T: 01/3100740-24
   F: 01/3100740-40
   E: [email protected]
   W: www.nichtsitzenbleiben.at

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