• 05.11.2011, 14:34:21
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ÖSTERREICH: Faymann schließt Euro-Austritt Griechenlands nicht aus

"Austritt aus Eurozone ist dann eine Möglichkeit, wenn Griechenland Reformen nicht umsetzen kann"

Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann schließt im Interview
mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) einen Austritt der
Griechen aus der Eurozone nicht mehr aus: "Der Austritt aus der
Eurozone ist dann eine Möglichkeit, wenn Griechenland die Bedingungen
nicht erfüllt und die Reformen nicht umsetzen kann." Der Kanzler
meint aber auch: "Eine Rückkehr zu einer neuen-alten Währung wie der
Drachme wird für Griechenland aber sicher nicht weniger schwierig als
der Verbleib in der Eurozone." Die Entscheidung über einen Austritt
aus der Eurozone liege aber bei Griechenland.

Der Kanzler hält ganz klar fest: Weitere Milliarden der EU wird es
nur geben, wenn die Griechen ihre Reformen jetzt auch nachhaltig
umsetzen: "Griechenland muss sich zu einer nachhaltigen weiteren
Entwicklung verpflichten. Das heißt: Es muss klar sein, dass das
Sparpaket umgesetzt wird. An diese Bedingungen sind auch die weiteren
Zahlungen geknüpft."

"Nach jetzigem Stand bedeutet das: Bevor die Griechen nicht
nachweisen, dass sie die Bedingungen von EU und IWF umsetzen, wird
kein weiteres Geld überwiesen", sagt Faymann im Interview mit
ÖSTERREICH.

Eine Volksabstimmung zu Griechenland in Österreich stehe derzeit
nicht zur Diskussion: "Ich bin grundsätzlich nicht gegen Referenden.
Eine Volksabstimmung soll es aber dann geben, wenn es zu wesentlichen
Änderungen der bestehenden EU-Verträge kommt. Das steht bei
Griechenland nicht zu Diskussion", so Faymann in ÖSTERREICH.

Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]

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