Kunstuni-RektorInnen fordern Bekenntnis der Politik zur Sicherung der geistigen und künstlerischen Infrastruktur Österreichs:
Wien (OTS) -
Die österreichischen Kunstuniversitäten signalisieren in der
Diskussion um den österreichischen Hochschulplan Zustimmung zur
Intensivierung von Kooperationen in Lehre und Forschung. Bei
richtigem Einsatz trägt dies zur Steigerung der international
anerkannten Qualität der österreichischen Kunstuniversitäten bei.
Dabei gilt es, sinnvolle Kooperationsprojekte zwischen
Kunstuniversitäten und auch mit ausschließlich wissenschaftlich
ausgerichteten Universitäten auf regionaler ebenso wie auf
inhaltlicher Ebene zu entwickeln. Diese Projekte können nach Maßgabe
der in den Leistungsvereinbarungen eröffneten Möglichkeiten umgesetzt
werden.
Die Entwicklung und Umsetzung von Kooperationsprojekten ist aber
nur dann sinnvoll und möglich, wenn die finanziellen
Rahmenbedingungen in der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode
2013-15 gesichert sind. Bis Ende 2011 müssen der
Wissenschaftsminister und die Finanzministerin gemeinsam festlegen,
welche Budgetsumme für die Leistungsvereinbarungen 2013-15 insgesamt
zur Verfügung steht.
In diesem Zusammenhang und angesichts der in diesen Tagen
kursierenden schwindelerregenden Milliardenbeträgen für Investitionen
in die Bahn-, Kapitalmarkt- und Bankeninfrastruktur fordern die
RektorInnen der österreichischen Kunstuniversitäten ein klares
Bekenntnis der österreichischen Politik zur Sicherung der geistigen
und künstlerischen Infrastruktur unseres Landes ein - und zwar durch
Taten und nicht bloß verbal. Das bedeutet:
- Volle Abgeltung der Teuerung in den Jahren 2013-15 bei
Personalkosten, Mietkosten und Kosten für Investitions- und
Verbrauchsgüter für alle Universitäten.
- Eine konkrete Diskussion über Modelle der Studienplatzfinanzierung
und deren Einführung ist nur dann akzeptabel, wenn - zusätzlich zur
Abdeckung der Teuerung - die dafür erforderlichen Finanzmittel zur
Verfügung stehen und transparente Berechnungsmodelle vorliegen. Eine
- auch nur teilweise - Umsetzung von
Studienplatzfinanzierungsmodellen durch Budgetumschichtungen (inkl.
Verweigerung von Teuerungsabgeltungen) von kleineren zu den großen
Universitäten wird kategorisch abgelehnt. Damit können die Probleme
der großen Universitäten nicht gelöst werden. Diese Probleme sind nur
mit wesentlich mehr Geld oder wesentlich weniger Studierenden zu
lösen. Ehrlichkeit ist gefragt!
Gerald BAST, Rektor Universität für angewandte Kunst Wien
Eva BLIMLINGER, Rektorin Akademie der Bildenden Künste Wien
Werner HASITSCHKA, Rektor Universität für Musik und darstellende
Kunst Wien
Robert HÖLDRICH, gf. Vizerektor Universität für Musik und
darstellende Kunst Graz
Reinhard KANNONIER, Rektor Universität für künstlerische und
industrielle Gestaltung Linz
Reinhart VON GUTZEIT, Rektor Universität Mozarteum Salzburg
Mag. Anja Seipenbusch-Hufschmied
Tel.: 711 33 DW 2160,
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