• 04.11.2011, 11:50:18
  • /
  • OTS0121 OTW0121

Einkommensschere: Magistratsgehälter werden transparent

Frauenberger/Vana: "Nur sichtbare Benachteiligungen, können beseitigt werden" - "Einkommensschere im öffentlichen Dienst schließen"

Wien (OTS) - Die Gehälter der rund 65.000 Bediensteten der Stadt
Wien sollen - anonymisiert und nach Berufsfeldern gegliedert -
veröffentlicht werden. Das hat der zuständige Gemeinderatsausschuss
für Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz und Personal am
Freitag beschlossen. Demnach soll es ab 2012 jährlich einen "Bericht
zur Einkommenstransparenz" für die Bediensteten der Gemeinde Wien
geben. Gesetzlich wird dies - vorbehaltlich der Zustimmung durch den
Wiener Landtag - in einer Novelle zum Wiener Gleichbehandlungsgesetz
festgeschrieben.

Frauen- und Personalstadträtin Sandra Frauenberger: "Für
Transparenz bei den Einkommen zu sorgen, bedeutet Benachteiligungen
sichtbar zu machen. Erst wenn wir die Benachteiligungen klar sehen,
können wir sie bekämpfen. Daher ist Einkommenstransparenz ein ganz
wichtiger Schritt in Richtung Einkommensgerechtigkeit."

Monika Vana, Arbeitsmarktsprecherin der Grünen Wien: "Auch im
öffentlichen Dienst gibt es Einkommensunterschiede zwischen Männern
und Frauen, wenn auch in geringerem Ausmaß als in der
Privatwirtschaft. Ziel des Einkommensberichts ist das Schließen der
Einkommensschere durch die Entwicklung gegensteuernder Maßnahmen,
sowie das Aufzeigen von Benachteiligungen beim Einkommen, etwa durch
Teilzeitarbeit."

Konkret heißt es in dem Initiativantrag, der dem Wiener Landtag am
24. November zum Beschluss vorgelegt werden soll: "Nach wie vor
verdienen österreichweit erwerbstätige Frauen deutlich weniger als
erwerbstätige Männer, wobei dieser Einkommensunterschied nur zum Teil
durch unterschiedliche berufliche Merkmale von Frauen und Männern
erklärt werden kann. Um Gehaltsunterschiede zwischen weiblichen und
männlichen Bediensteten aufzuzeigen und gegensteuernde Maßnahmen
ergreifen zu können, soll für den Bereich der Bediensteten der
Gemeinde Wien die Gehälter-Transparenz erhöht und ein jährlicher
Einkommensbericht erstellt werden."

Der Einkommensbericht soll jährlich bis zum 1. Oktober vorliegen.
Er soll die Zahl von Frauen und Männern in den einzelnen
Berufsfeldern ausweisen sowie das Median- und Durchschnittseinkommen
von Frauen und Männern in den einzelnen Berufen auflisten.

Die Stadt Wien geht diesen Weg freiwillig. Öffentliche
Einrichtungen sind von der seit März im Bundesgleichbehandlungsgesetz
verankerten Verpflichtung zur Einkommenstransparenz nicht erfasst.
"Wir haben uns daher zu einer freiwilligen Selbstverpflichtung
entschlossen", so Frauenberger. Vana abschließend: "Die Stadt Wien
will als größte Arbeitgeberin Wiens Vorbild bei Chancengleichheit und
Einkommensgerechtigkeit sein." (Schluss) lac

Rückfragehinweis:
Büro Stadträtin Sandra Frauenberger
Mediensprecherin Mag.a Marianne Lackner
Tel.: +43 1 4000 81853
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel