- 04.11.2011, 10:01:27
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bfi Wien: In der Erwachsenenbildung sind "Studiengebühren" Realität
Die Geschäftsführung des bfi Wien unterstützt das Bildungsvolksbegehren und drängt auf staatlich-finanzielle Aufwertung des Weiterbildungssektors
Wien (OTS) - "Ein faires, effizientes und weltoffenes
Bildungssystem": Diese grundsätzliche Forderung der überparteilichen
Plattform "Volksbegehren Bildungsinitiative" wird vom bfi Wien
vollinhaltlich mitgetragen. Die insgesamt zwölf Punkte des
Volksbegehrens beinhalten Reformvorschläge von der Kleinkindpädagogik
über die gängigen Berufsausbildungen bis hin zur Hochschul- und
Erwachsenenbildung.
Mag. Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer des bfi Wien, ist
insbesondere die Forderung nach einer Aufwertung des Lebenslangen
Lernens (LLL) ein Anliegen. Die InitiatorInnen des Volksbegehrens
empfehlen eine Orientierung der staatlichen Budgetmittel an den
jährlichen Aufwendungen der öffentlichen Hand für die (berufliche)
Erstausbildung. Bis zum Jahr 2020 sollen die bisher schwankenden
Ausgaben von Bund und Ländern für Weiterbildung bei 40 Prozent der
Kosten für diese Erstausbildung fixiert werden.
Angesichts der Diskussion über Studiengebühren an den Hochschulen
merkt Lackinger an: "Studiengebühren gibt es im Bereich des
Lebenslangen Lernens, an den Institutionen der Erwachsenenbildung,
längst - mit der Folge, dass sich viele Menschen eine dringend nötige
Höherqualifizierung oft nicht leisten können." Im Zuge der
anhaltenden Wirtschaftskrise sind zudem die Unternehmen teilweise
weniger bereit, in Weiterbildungsmaßnahmen zu investieren. Zwar sei
das kürzlich im Ministerrat abgesegnete Ansinnen der Regierung, den
BürgerInnen Bildungsabschlüsse ab 2012 kostenlos zugänglich zu
machen, positiv zu bewerten. Dies sei jedoch im weiten Bereich der
Erwachsenenbildung nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Je niedriger das Bildungsniveau potenzieller
Weiterbildungswilliger, desto niedriger ist in der Regel auch deren
(Haushalts-)Einkommen, gibt die kaufmännische Geschäftsführerin des
bfi Wien, Dr. Valerie Höllinger, zu bedenken. Entsprechend höher ist
jedoch deren Abhängigkeit von öffentlichen Förderungen. "Man kann
also sagen", so Höllinger, "dass gerade jene, die einen besonderen
Bedarf an Fortbildung hätten, zu den Krisenverlierern zählen". Dazu
komme, dass Besserverdiener aufgrund ihres oft höheren
Bildungsniveaus auch eher bereit sind, "privat antizyklisch zu
agieren: In der Hoffnung auf eine bessere Wirtschaftslage können sie
auch in schwierigen Zeiten eher ein Bildungsbudget aufbringen".
Alle Informationen zu den Forderungen und zu den
Unterstützungsmöglichkeiten des Volksbegehrens Bildungsinitiative
sind auf www.vbbi.at aufgelistet. Der Eintragungszeitraum des am
gestrigen Donnerstag, 3. November, gestarteten Volksbegehrens dauert
noch bis inklusive Donnerstag, 10. November 2011.
Die Angebote des bfi Wien und seiner Tochterunternehmen finden Sie
auf www.bfi-wien.at.
Rückfragehinweis:
Mag. Bernhard Madlener bfi Wien 01 / 811 78 - 10355 0676 / 970 85 76 [email protected] www.bfi-wien.at
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