• 03.11.2011, 13:29:33
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Papierindustrie warnt vor möglicher Kostenbelastung des Altpapierrecyclings

Nutzung von Abfall als Rohstoff schont Ressourcen und sichert Green Jobs

Wien (OTS/PWK778) - Spitzenvertreter der österreichischen
Papierindustrie richteten heute, Donnerstag, einen dringenden Appell
an Umweltminister DI Nikolaus Berlakovich und die gesamte
Bundesregierung, die geplante Belastung des Altpapier-Recyclings zum
Zwecke der Altlastensanierung fallenzulassen und stattdessen den
verstärkten Einsatz von Altpapier zu unterstützen. "Die Sammlung und
Wiederverwertung von Altpapier auf dem hohen österreichischen Niveau
ist ein Ergebnis verantwortungsbewussten Unternehmertums und
erfolgreicher Umweltpolitik, von dem jeder Konsument profitiert.

Seit über 20 Jahren steigert die Papierindustrie im Rahmen einer
freiwilligen Selbstverpflichtung die Wiederverwertung von Altpapier.
Die stark gestiegenen Preise belasten bereits heute die
altpapierverwertenden Papierfabriken mit hohen Kosten. Jetzt das
umweltgerechte Altpapier-Recycling zur Finanzierung der
Altlastensanierung heranzuziehen, käme einer europaweit
einzigartigen, radikalen Abkehr von umweltpolitischen Grundwerten
gleich und würde zu einer deutlichen Verschlechterung der
Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen führen", warnten
Dkfm. Wolfgang Pfarl, Präsident der Austropapier - Vereinigung der
Österreichischen Papierindustrie, DI Heinz Simon, Präsident der ÖZEPA
- Österreichische Vereinigung der Zellstoff- und Papierchemiker und
-techniker und Geschäftsführer der Norske Skog Bruck GmbH, sowie DI
Christoph Merckens, Mitglied des Austropapier-Vorstands und
Geschäftsführer der Merckens Karton- und Pappenfabrik.

Ökologische und ökonomische Perspektiven des Altpapierrecyclings
standen im Mittelpunkt der Herbsttagung der österreichischen
Papierindustrie am traditionellen Standort der Merckens Karton- und
Pappenfabrik im oberösterreichischen Schwertberg. Neben neuesten
Entwicklungen zur Qualität von Altpapier, sowie innovativen
Aufbereitungskonzepten dieses immer wichtiger werdenden erneuerbaren
Rohstoffes, wurden auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie etwa
die EU-Kriterien für Abfall-Ende, thematisiert.

"Die österreichische Papierindustrie hat im Jahr 2010 den Einsatz
des Sekundärrohstoffes Altpapier auf die bisherige Rekordmenge von
knapp 2,5 Millionen Tonnen gesteigert. Rund die Hälfte dieser Menge
stammt aus dem Inland - darin dokumentiert sich einerseits die hohe
Sammelmoral der Bevölkerung, andererseits zeigt dies, dass die
vorhandenen Sammelsysteme ausgezeichnet funktionieren. Die
Wiederverwertung des gesammelten Altpapiers schont Primärrohstoffe
und sichert Green Jobs in den Betrieben. Deshalb forcieren auch die
EU-Initiativen zur Ressourcenschonung und zur Rohstoffsicherung eine
Ausweitung des Recyclings und die verstärkte Nutzung von Abfällen als
Rohstoff. Wir laden Umweltminister Berlakovich gerne ein, die
erfolgreiche Branchenvereinbarung gemeinsam mit uns
weiterzuentwickeln", sprachen die Vertreter der Papierindustrie eine
Einladung zur Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit aus. (us)

Rückfragehinweis:
Austropapier - Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie
DI Ilse Dostal-Wanivenhaus
Tel: 01 - 588 86

209
   Fax: 01 - 588 86

222
[email protected]

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