- 03.11.2011, 10:33:40
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AKNÖ-Präsident Haneder plant neues Direkt-Bau- und Wohngeld
Arbeiterkammer wird ab 2012 bis zu 250.000 Euro im Jahr zur Verfügung stellen
Wien (OTS) - AKNÖ-Präsident Hermann Haneder will im kommenden Jahr
eine neue Leistung der AK anbieten: Konkret sollen einkommensschwache
AK-Mitglieder bis zu 400 Euro Direktunterstützung bei notwendigen
Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Wohnbereich erhalten können. Für die
Einführung des neuen Direkt-Bau- und Wohngeldes will Haneder bis zu
250.000 Euro im Jahr zur Verfügung stellen.
"Ich möchte mit dem neuen Direkt-Bau- und Wohngeld eine Lücke
schließen, die wir entdeckt haben". Konkret geht es dem
AK-Präsidenten vor allem um
alleinerziehende Elternteile, die zwischen der Geringfügigkeitsgrenze
(2012: 376, 26 Euro) und der Lohnsteuergrenze (etwa 1.200 brutto)
verdienen. Für diese sind alle Ausgaben im Wohnbereich
Zusatzbelastungen, die sie sich kaum leisten können. "Da kann eine
defekte Therme, eine notwendige Badsanierung oder eine
Küchenreparatur schon existenzbedrohend werden", weiß Haneder aus
zahlreichen Gesprächen mit Betroffenen. "Ich habe daher überlegt, was
wir dieser Gruppe anbieten können. Und nachdem wir vor einigen Jahren
den damaligen Zinsenzuschuss zur Wohnbauförderung wegen mangelnder
sozialer Treffsicherheit eingestellt haben, möchte ich nun eine
zielgruppengenaue und treffsichere Direkthilfe einführen, die eine
substantielle Hilfe bietet."
Das neue Direkt-Bau- und Wohngeld soll ab März 2012 ausgezahlt
werden.
Die Vorteile gegenüber dem früheren System der Zinsenzuschüsse bei
Wohnraumsanierungen oder Neubauten liegen für Haneder auf der Hand.
"Wir vermeiden Doppelgleisigkeiten mit der NÖ Wohnbauförderung und
sprechen ganz gezielt eine Gruppe von ArbeitnehmerInnen an, die als
armutsgefährdet gilt. Wir wollen mit der 400 Euro Direkthilfe rasch
und unbürokratisch helfen, ohne komplizierte Vorgänge wie die
früheren Kreditaufnahmen, die dann mit Zinsenzuschüssen unterstützt
wurden." Die genauen Kriterien und Richtlinien werden in den nächsten
Wochen ausgearbeitet und den Gremien vorgelegt. Rund um den
Jahreswechsel sollen die notwendigen Beschlüsse für die neue
Direktunterstützung erfolgen. Ab März 2012 soll das neue System
bereits funktionieren. Die Antragstellung wird in allen
AKNÖ-Bezirksstellen möglich sein.
Rückfragehinweis:
AKNÖ-Chef vom Dienst, 01/58883/1200
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