- 03.11.2011, 10:24:49
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Schülerunion: NEIN zum Bildungsvolksbegehren
Volksbegehren zur Inszenierung von Ex-Politikern entspricht nicht den Vorstellungen der Schüler - manipulative Techniken, um Unterschriften zu gewinnen, sind lächerlich
Wien, 03. November 2011 (OTS) - Die Österreichische Schülerunion
lehnt das Volksbegehren Bildungsinitiative (VBBI) ab. Vor allem die
Entstehungsgeschichte und die Art der Umsetzung sind Gründe weshalb
die größte Schülerorganisation das VBBI nicht unterstützen kann. Ein
weiterer Grund: Einige Forderungen entsprechen nicht den
Vorstellungen der Schüler Österreichs! ****
Zu Beginn wurden Organisationen geködert und ihnen Mitspracherecht
vorgetäuscht. Tatsache ist, dass im Forderungskatalog andere
Positionen festgehalten sind, als in den Arbeitsgruppen besprochen
wurden. Wie Philipp Pinter, Bundesschulsprecher 10/11, bestätigt, war
zum Beispiel die gemeinsame Schule kein Beschluss der
Diskussionsgruppen.
Jim Lefebre, Bundesobmann der Schülerunion, ist verärgert und betont,
"damit ein Volksbegehren auch ein solches ist, muss es von den
Betroffenen selbst getragen werden und nicht von Ex-Politikern, die
sich selbst inszenieren". Ein Beweis dafür ist, dass "alle Punkte und
Ideen welche die Bundesschülervertretung eingebracht hat, ignoriert
wurden", sagt er weiter.
Das VBBI fordert außerdem die Einführung von Schulpartnerräten. "Wir
als Schülerunion sind für echte Mitbestimmung durch Schüler, Eltern
und Lehrer auf Landes- und Bundesebene! Schulpartnerräte sind für uns
keine Lösung, weil sie parteipolitische Entscheidungen als beratendes
Gremium nicht verhindern können", betont Lefebre.
Die Schülerunion fordert die Einführung eines Landes- bzw.
Bundesschulgemeinschaftsausschusses. Wie direkt an der Schule können
Schüler, Eltern und Lehrer hier auf Landes- bzw. Bundesebene
mitbestimmen.
Wir begrüßen also autonome Schulen unter Einbeziehung der
Schulpartner und die Umsetzung des echten Modulsystems, indem der
Schüler Teile seiner Lerninhalte frei wählen kann.
Ein weiterer Kritikpunkt seitens der Schülerunion sind die ungeheuren
Investitionen welche für Werbemittel verschwendet werden. "Das Geld
könnte viel sinnvoller für direkte Maßnahmen eingesetzt werden. Die
hohen Geldbeträge, die in der Vermarktung der Initiative stecken,
geben zu bedenken, dass möglicherweise andere als nur sachlich
gerechtfertigte Interessen im Vordergrund stehen. Würde man das Geld
direkt in das Bildungssystem investieren, hätten wir Schüler mehr
davon", schlägt Lefebre vor.
Mit welchen manipulativen Techniken versucht wird, an Unterschriften
zu gelangen, zeigt der Selbsttest auf der Internetseite der
Initiative. Selbst wenn man keine Forderung ansprechend findet, wird
vorgeschlagen, das Volksbegehren zu unterschreiben.
Auch die Initiatoren wünschen sich, dass man unterschreibt, selbst
wenn man nur einen einzigen Punkt unterstützenswert findet. Lefebre
findet das lächerlich und meint dazu, "ich unterschreibe auch keinen
Handyvertrag wenn die Vertragsdauer passt, aber Kosten zu hoch sind!"
Rückfragehinweis:
Österreichische Schülerunion
Daniel Perschy, Pressesprecher
Tel.: 0664 960 15 74, Mail: [email protected]
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