• 02.11.2011, 16:06:32
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"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi "Neugebauer forever"

Der Beamten-Chef will noch fünf Jahre bleiben - ein Grund zum Gruseln.

Wien (OTS) - Der listige Gewerkschafter machte es spannend. Erst
knapp vor Start der Beamtenlohnrunde verkündete er, was manche
hofften, viele aber befürchteten: Fritz Neugebauer, 67, denkt nicht
daran, in Pension zu gehen. Der Beamtenvertreter, der sich rühmt,
schon unter Kanzler Kreisky das Protokoll bei Gehaltsverhandlungen
geführt zu haben, hängt noch einmal fünf Jahre als GÖD-Chef an. Grund
zum Jubeln haben die Seinen - quer durch alle Lager. Denn rote
Gemeindebedienstete und schwarze Lehrergewerkschafter gehören, wenn
es hart auf hart geht, nur einer Partei an, der der
Besitzstandswahrer. Ihr Wappentier: das wohlerworbene Recht.
Grund zum Gruseln haben die, die in diesem Land etwas
weiterbringen wollen. Denn Neugebauer ist der unschlagbar beste
Verteidiger des geschützten Sektors. Hart, aber herzlich blockte er
bisher alles erfolgreich ab, was nur nach Veränderung roch: Von der
Verlängerung der Lehrer-Arbeitszeit im Klassenzimmer bis zur
kostenneutralen Reform des Gehaltsschemas.
Die Zeche für den Reform-Stillstand zahlen die Steuerzahler. Die
politische Rechnung geht an den ÖVP-Chef. Denn die bleierne
Gleichung lautet bis auf Weiteres wieder: Neugebauer =
Reformverweigerer = Schwarzer.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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