- 02.11.2011, 10:23:11
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BMUKK: Hohe Auszeichnungen an die Herren Koschatko, Brandstetter, Hoff, Köhldorfer, Schuster, Schwarzmann, Waldmann und Watteck
Wien (OTS) - Im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
werden heute im Rahmen eines Festaktes das Bundes-Ehrenzeichen an
Alois Koschatko, das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich
an Herbert G. Brandstetter, das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste
um die Republik Österreich an Kurt L. Hoff sowie der Berufstitel
Professor an Johann Köhldorfer, Friedrich Schuster, Karlheinz
Schwarzmann, Dieter Waldmann und Arno Watteck verliehen.
Alois Koschatko, langjähriger Leiter der Hauptschule Vorau, wird mit
dem Bundes-Ehrenzeichen ausgezeichnet. Vor mehr als 50 Jahren begann
er mit dem Aufbau einer Sammlung zur bäuerlichen Kulturgeschichte der
Region Vorau. 1979 wurde das Freilichtmuseum Vorau eröffnet, dessen
Obmann er bis heuer war. Heute bildet das Freilichtmuseum, dank
Koschatkos Verdienste, mit seinen mehr als 20 Objekten ein
harmonisches Gesamtwerk, das ständig restauriert, ergänzt und den
museumspädagogischen Anforderungen der Zeit angepasst wird. Seit 1990
ist das Museum offiziell ein Schulmuseum.
Herbert G. Brandstetter erhält das Goldene Verdienstzeichen der
Republik Österreich. Seit knapp 30 Jahren erforscht er ehrenamtlich
die Regionalgeschichte des oberösterreichisch-bayerischen
Grenzraums. Seine Forschungsergebnisse hat er bisher in 13
Publikationen veröffentlicht. 2005 erschien das 630 Seiten umfassende
Werk "Mauerkirchen - Die Chronik". Brandstetter ist Redakteur der
Schriftenreihen "Das Bundwerk" und "Der Bundschuh", gehört der
oberösterreichischen Heimatforschergruppe am Institut für Kunst und
Volkskultur der Landeskulturdirektion Linz an und war langjähriges
Vorstandsmitglied des Innviertler Kulturkreises. 2000 wurde ihm der
Titel "Konsulent der OÖ Landesregierung für Volksbildung und
Heimatpflege" verliehen. 2006 erhielt er die Goldene Medaille für
Verdienst um die Republik Österreich.
Kurt L. Hoff wird das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die
Republik Österreich verliehen. Er erwarb sich durch mehr als 1.500
Vorträge über Fotografie und darstellende Kunst besondere Anerkennung
als Kulturvermittler. 1967 in das Präsidium der ARGE Österreichischer
Lichtbildner berufen, hielt er zahlreiche Fotoseminaren und Workshops
ab und bemühte sich bei den TeilnehmerInnen das Interesse für
Kunsterziehung, Architektur, darstellenden Kunst sowie für heimat-
und naturkundliche Themen zu wecken. Hoff ist Gründer der
"Fotografischen Gesellschaft Linz im Oberösterreichischen
Volksbildungswerk" und erhielt 1978 den Titel "Konsulent der
Oberösterreichischen Landesregierung für Volksbildung und
Heimatpflege" verliehen. 1990 gründete er im Landeskulturzentrum
Ursulinenhof die "Oberösterreichische Fotogalerie", deren Leiter er
lange Jahre war.
Der Berufstitel "Professor" geht an:
Dr. Johann Köhldorfer studierte Geschichte, Anglistik und
Amerikanistik an der Universität Graz und ist seit 2003 in der
bildungspolitischen Abteilung der AK Steiermark, Schwerpunkt
"Arbeitswelt und Schule", tätig. Im Rahmen seiner umfangreichen
Vortrags- und Seminartätigkeit in der Erwachsenenbildung, u.a. am Dr.
Karl Renner Institut, an der Volkshochschule und an der Universität
Lasi in Rumänien, hat sich Johann Köhldorfer immer das Ziel gesetzt,
die Notwendigkeiten von Weiterbildung aufzuzeigen und Bildung im
breiten Rahmen anzubieten. Als Historiker unternahm er im
"Bedenkjahr" 1988 umfangreiche Forschungsarbeiten zu den in der
Steiermark gelegenen Nebenlagern des KZ Mauthausen. Er initiierte
Oral History Projekte und ist Mitbegründer des "Historischen Vereins
für das Kirchberger Ländchen", dessen Forschungsgebiet die gesamte
Kleinregion Kirchberg umfasst. Im Mai 2011 erhielt er das "Goldene
Ehrenzeichen des Landes Steiermark".
Oberstleutnant der Reserve Friedrich Schuster, langjähriger
Bürgermeister der Marktgemeinde Pettenbach und Landesgeschäftsführer
des Österreichischen Schwarzen Kreuzes in Oberösterreich, ist seit
vielen Jahren vorbildlich um die Erhaltung und Pflege von
Kriegsgräberanlagen bemüht. Mit seiner Unterstützung konnten
österreichische Kriegsgräber von Soldaten des Ersten Weltkrieges und
Kriegsgräber aus dem Zweiten Weltkrieg in den GUS-Staaten, in Polen,
am Balkan und in Ungarn erhalten werden. Er leistete durch seine
Tätigkeit einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Akten
österreichischer Kriegsgefangener des 2. Weltkriegs in der ehemaligen
Sowjetunion. Schuster ist Chefredakteur des Mitteilungsblattes des
Österreichischen Schwarzen Kreuzes sowie Herausgeber der
umfangreichen Dokumentation des ÖSK. Er ist Träger des Silbernen
Ehrenzeichens des Landes Oberösterreich und zahlreicher militärischer
Auszeichnungen.
Mag. Karlheinz Schwarzmann studierte Kunstgeschichte an der
Universität Graz und ist als Konsulent überall präsent, wo es gilt,
das Wirken heimischer KünstlerInnen zu unterstützen und sowohl für
private als auch museale Sammlungen zu erschließen. Er gilt als
wichtiger Förder- und Identifikationsfigur der steirischen modernen
Kunst. Sein primärer Forschungsbereich konzentriert sich auf die
Malerei der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Steiermark. Mit
seinen Veröffentlichungen und der Betreuung zahlreicher Ausstellungen
leistet Karlheinz Schwarzmann einen unschätzbaren Beitrag zur
Aufbereitung, Sichtbarmachung und Anerkennung steirischer
KünstlerInnen.
MMag. Dr. Dieter Waldmann studierte Rechtswissenschaften und
Betriebswirtschaft in Wien. Als Steuerberater verfasste er zahlreiche
erfolgreiche Fachbücher wie "Time Sharing von Ferienwohnungen in
Österreich" oder, gemeinsam mit seinem Vater, die richtungsweisende
Publikation "Das Rechnungslegungsgesetz". Elf Jahre fungierte er als
Herausgeber und Redakteur der monatlich erschienenen
"Steuerinformation". Seine Veröffentlichungen finden vielfach Eingang
in die renommierte Fachzeitschrift "Österreichische Steuer- und
Wirtschaftskartei". Hinzu kommt eine rege Seminar- und
Vortragstätigkeit, bei der seine Fähigkeit, Fachbildung mit
Breitenwirkung bestens zu verbinden, zum Tragen kommt. Mit der
Ausrichtung von Fortbildungsveranstaltungen zum Thema "Doing Business
in ..." leistet er einen Beitrag zum Verständnis der Rechtsordnungen
wichtiger österreichischer Handelspartner.
HR DI Arno Watteck absolvierte das Studium der Forstwirtschaft an der
BOKU Wien. Als Forstbeamter im Lungau widmete er sich verstärkt den
Aufgaben der Volkskunde, der Heimatforschung und des Denkmalschutzes.
1960 gründete er den Museumsverein Tamsweg und übernahm zugleich die
Leitung des Heimatmuseums. Aufgrund seiner großen Erfahrungen wurde
er vom Bundesdenkmalamt zum "Ehrenkonservator" ernannt und zum
Mitglied der Ortsbildschutzkommission des Lungaus bestellt. Von
1990-2000 war er Leiter des Arbeitskreises für Heimatsammlungen, des
Forums für Orts-, Regional- und Fachmuseen im Rahmen des Salzburger
Bildungswerkes. Er hat eine beträchtliche Anzahl fundierter
Publikationen verfasst, die vor allem dem Bereich der Volkskunde
gewidmet sind. Arno Watteck ist Träger des Bundes-Ehrenzeichens und
des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik
Österreich.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Abt. Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsmedien
Tel.: (+43-1)53 120-5152OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MUK






