- 01.11.2011, 09:16:51
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Hundstorfer zu Arbeitsmarkt: Österreich ist auf schwieriger werdende Arbeitsmarktsituation gut vorbereitet
Österreich bleibt weiterhin Europameister bei Gesamtarbeitslosigkeit wie nun auch bei Jugendarbeitslosigkeit - Programme für Frauen wurden gestartet
Wien (OTS/BMASK) - "Die Situation am Arbeitsmarkt wird in den
Herbstmonaten etwas schwieriger geworden; wir sind aber darauf gut
vorbereitet und können zielgerichtet reagieren", unterstrich
Sozialminister Rudolf Hundstorfer anlässlich der Arbeitsmarktzahlen
für den Monat Oktober. Nach 19 Monaten der sinkenden Arbeitslosigkeit
ist erstmals die Anzahl der Arbeitslosen bereinigt um die
SchulungsteilnehmerInnen angestiegen. Während die Zahl der
Arbeitslosen um 8.869 (3,9 Prozent auf 235.006) wächst, ist die
Anzahl der SchulungsteilnehmerInnen um 9 Prozent (-6.454) auf 65.373
gesunken. Trotzdem steigt die Anzahl der Beschäftigten in Österreich
deutlich: Im Oktober 2011 gab es 3.450.000 unselbstständig
Beschäftigte. Das ist ein Anstieg von + 63.000 Personen (+ 1,9
Prozent). "Von einer Krise am Arbeitsmarkt wie 2008 und 2009 kann man
daher nicht sprechen", betonte der Minister. ****
Trotz dieser Eintrübung sei es sehr erfreulich, dass Österreich
europaweit die besten Arbeitsmarktdaten aufweisen könne, neben der
Gesamtarbeitslosigkeit nun auch bei der Jugendarbeitslosigkeit. Die
Arbeitslosenquote nach Eurostat weist für September 2011 einen Wert
von 3,9 Prozent (- 0,4 Prozent) auf, wonach Österreich erneut an
erster Stelle in der EU liegt (vor den Niederlanden mit 4,5 Prozent,
EU Durchschnitt 9,7 Prozent) und als einziges Land eine Quote von
unter vier Prozent aufweist. Diesmal ist Österreich auch bei der
Jugendarbeitslosenquote mit 7,1 Prozent (- 2,0 Prozent) an erster
Stelle innerhalb der EU und überholt damit die Niederlande (acht
Prozent). Im europäischen Durchschnitt ist die Jugendarbeitslosgkeit
drei Mal so hoch wie bei uns und beträgt 21,4 Prozent.
"Damit bestätigt sich die vorbildhafte österreichische
Jugendarbeitsmarktpolitik mit der Ausbildungsgarantie und der Aktion
Zukunft Jugend. Als sehr positiv zu werten, ist zudem die Entwicklung
am Lehrstellenmarkt: die Anzahl der Lehrstellensuchenden ist leicht
rückläufig bei einem leichten Anstieg der offenen Lehrstellen,
wodurch wir eine weiter leicht sinkende Lehrstellenlücke von 2.050
Lehrstellen haben", unterstrich Hundstorfer.
"Sollte sich das wirtschaftliche Umfeld und die Bedingungen am
Arbeitsmarkt weiter eintrüben, sind wir vorbereitet: zusätzlich zum
gleichbleibenden AMS Budget für das Jahr 2012 können dann nochmals 24
Mio. Euro für aktive Arbeitsmarktpolitik (Aktivierungsbeihilfe)
lukriert werden", kündigte Hundstorfer an. Zudem steht das Instrument
der Kurzarbeit uneingeschränkt zur Verfügung und die Bildungskarenz
konnte unbefristet verlängert werden. Insbesondere auf den Anstieg
der Arbeitslosigkeit in der Branche der Arbeitskräfteüberlassung, die
hauptsächlich niedrigqualifizierte junge Männer betrifft, wurde mit
der Einrichtung der Jugendstiftung neu (JUST Implacement), die
hauptsächlich Lehrabschlüsse bietet, reagiert.
Die überdurchschnittlich steigende Arbeitslosigkeit bei älteren
Personen (+ 8,0 Prozent) und bei Frauen (+ 4,2 Prozent) bestätige,
"dass wir unsere Schwerpunkte mit dem Herstarbeitsmarktpaket richtig
setzen, indem wir das Qualifizierungspaket \x{2588}New Skills\x{2588} mit dem Fokus
auf ältere Frauen und WiedereinsteigerInnen für 5.155 Personen
anbieten", sagte der Sozialminister. Darin sind die Förderung von
Arbeitsaufnahmen älterer Frauen (ab 45) enthalten sowie die
Ausweitung der Programme Frauen in Technik (FIT) sowie
Facharbeiterinnenintensivausbildung für Frauen (FIA).
Der Trend der steigenden Arbeitslosigkeit in der Branche
Arbeitskräfteüberlassung setzt sich fort (+ 12,6 Prozent); "die
vorausgesagte Delle im Wirtschaftswachstum scheint sich darin zu
bestätigen", so Hundstorfer. Darauf deutet auch eine sinkende Anzahl
an gemeldeten offenen Stellen (-2.014 auf 30.901) hin. Bei einem
Vergleich der Bundesländer zeigt sich der deutlichste Anstieg der
Arbeitslosigkeit neuerlich in Wien, was unter anderem auf die
bedarfsorientierte Mindestsicherung zurückzuführen ist. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Norbert Schnurrer , Pressesprecher des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2246
www.bmask.gv.at
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