- 31.10.2011, 10:40:11
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ÖAMTC: November gefährlichster Monat für Nebelunfälle
2010 starben insgesamt sieben Menschen bei Nebelunfällen
Wien (OTS) - Treuer Begleiter der Herbstmonate ist beinahe überall
in Österreich der Nebel. "Gerade im November sind die
Nebelunfallzahlen österreichweit am höchsten", sagt
ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. So ereigneten sich im
November des Vorjahres 61 Unfälle mit Personenschaden im Nebel, die
meisten davon in Niederösterreich, der Steiermark und Oberösterreich.
Insgesamt starben im Vorjahr sieben Menschen bei Nebelunfällen. Drei
im November, zwei im Dezember und jeweils eine Person im Oktober und
Jänner.
Nebel führt automatisch dazu, dass sich das Fahrverhalten
drastisch verändert. Konturen verschwimmen, Farben verschwinden, die
Akustik ändert sich und das gesamte Blickfeld ist stark
eingeschränkt. "Dem Fahrer gehen durch den Nebel zahlreiche
Zusatzinformationen verloren, die er gewohnt ist und die für eine
sichere Fahrweise benötigt werden", beschreibt die ÖAMTC-Expertin die
Auswirkungen der schlechten Sicht. "Hinzu kommt, dass das Suchen und
vorsichtige Vorwärtstasten das Reaktionsvermögen stark
heruntersetzt." Die Folge ist, dass plötzlich auftretende
Gefahrensituationen zu spät erkannt werden und daher kaum Zeit
bleibt, adäquat zu reagieren.
Umso wichtiger ist es daher, bei der Fahrt durch eine Nebelbank
einige grundlegende Sicherheitstipps zu beachten:
* Fuß weg vom Gas, rechts bleiben und auf keinen Fall überholen -
das sind die wichtigsten Maßnahmen, sobald man beim Fahren auf eine
Nebelbank trifft. "Bei extrem starkem Nebel kann das mitunter auch
heißen, Schritttempo zu fahren, denn durch die Feuchtigkeit auf der
Straße verlängert sich der Bremsweg deutlich", hält die
ÖAMTC-Expertin fest.
* Abstand halten. "Keinesfalls darf man sich dazu verleiten
lassen, sich an die Rücklichter des voran fahrenden Fahrzeuges zu
heften", warnt Seidenberger. Die Lichter des Vordermannes suggerieren
im Nebel oftmals trügerische Sicherheit: Wird der Nebel dichter,
schließt man ohnehin meist automatisch auf. Muss der voran fahrende
Lenker plötzlich stark bremsen, kommt es unweigerlich zum
Auffahrunfall.
* Nicht ablenken lassen. Bei schlechten Sichtverhältnissen ist es
besonders wichtig, sich auf die eigene Spur zu konzentrieren. Weder
die Stimmung im Auto noch ein Telefonat mit dem Handy oder das Navi
dürfen in einer solchen Situation ablenken.
* Auf die richtige Beleuchtung kommt es an. "Sehen und gesehen
werden ist das Um und Auf", weiß die ÖAMTC-Expertin. Bei leichtem
Nebel reicht das Abblendlicht, wird die "Nebelsuppe" dicker, sollte
man auch Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte einschalten. "Auf
keinen Fall darf bei dichtem Nebel das Fernlicht eingeschaltet
werden, denn dadurch kommt es zu einem Spiegeleffekt und der Fahrer
blendet sich selbst", so Seidenberger. Wichtig sind außerdem saubere
Scheiben.
* Vorsicht im Baustellenbereich. Oft sind durch den Nebel
Markierungen und Verkehrsführungen nicht deutlich genug erkennbar.
* "Bei einem Unfall oder einer Panne im Nebel ist höchste
Alarmstufe gegeben", warnt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Wenn nur
irgendwie möglich, sollte man das Fahrzeug unbedingt von der Straße
wegbringen. Ist das nicht möglich, muss man alle Mittel zur
Sichtbarmachung ausschöpfen: Warnblinkanlage und Licht einschalten,
Pannendreieck aufstellen. Auch Menschen werden im dichten Nebel auf
der Fahrbahn nicht gesehen. Keinesfalls daher auf die Warnweste
vergessen und sich möglichst schnell in Sicherheit bringen.
* Werden die Sichtverhältnisse wieder besser, Nebelscheinwerfer
und Nebelschlussleuchte wieder abschalten, da deren Benützung ohne
Vorliegen einer Sichtbehinderung verboten ist und man andere
Verkehrsteilnehmer dadurch blendet.
Wer auf unerwartete Witterungsverhältnisse richtig reagieren kann,
ist sicherer unterwegs. Die Straße ist der falsche Platz zum Üben.
Bei einem Fahrtechnik Training in einem der neun ÖAMTC Fahrtechnik
Zentren österreichweit kann man im sicheren Rahmen erfahren, wie man
in Gefahrensituationen richtig reagiert. Unter
www.oeamtc.at/fahrtechnik kann man sich über die Angebote informieren
und Kurse direkt online buchen.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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