• 30.10.2011, 08:00:34
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"profil": Birgit Minichmayr: "Wir lassen uns viel zu viel gefallen"

Die Schauspielerin fühlt sich der Wirtschaft gegenüber "ohnmächtig" - erklärt, warum sie im April die "Lulu"-Premiere torpedierte - wird beim Salzburger "Jedermann" bald aussteigen

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" nennt die österreichische
Schauspielerin Birgit Minichmayr, die am Münchner Residenztheater am
Sonntag mit "Kasimir und Karoline" Premiere hat, die aktuelle
Finanzkrise "abstrakt": "Man fühlt sich der Wirtschaft gegenüber
ohnmächtig. Ich finde es unfassbar, dass es nicht natürlich ist, die
Spekulationssteuer einzuführen. Es gibt einen eklatanten Unterschied
zwischen der Besteuerung des Kapitals und der Besteuerung des
Bürgers. Das ist ungerecht. Ich finde überhaupt: Wir lassen uns viel
zu viel gefallen."

Am Burgtheater hatte Minichmayr im April die Rolle der Lulu
niedergelegt - die Inszenierung musste abgesagt werden. "Gerade bei
so einer exponierten Frauenfigur war es mir extrem wichtig, was man
erzählen möchte. In dieser Hinsicht gab es zwischen Regisseur Jan
Bosse und mir unterschiedliche Auffassungen. Bosse plante, den
gesamten vierten Akt als Video zu zeigen, Regie hätte da jemand
anders geführt. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt aber noch gar nicht,
wo diese Figur hingeht. Da wollte ich mich doch nicht in einem Film
bereits festlegen, geschweige denn mich mit einem anderen Regisseur
darüber auseinander setzen."

Ihre Salzburger Festspielauftritte im "Jedermann" will Minichmayr
bald beenden. "Ewig will ich nicht die Buhlschaft bleiben. 2012
spiele ich die Rolle noch, aller guten Dingen sind drei, aber dann
ist es auch mal gut."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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