• 29.10.2011, 11:32:16
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ÖH an van der Bellen: Studiengebühren kein gangbarer Weg

Wien (OTS) - "Es ist enttäuschend, dass gerade Alexander van der
Bellen die Einführung der Studiengebühren fordert. Er sollte sich
lieber seiner Rolle als Unibeauftragter bewusst werden und sich für
die Ausfinanzierung der Hochschulen durch den Bund einsetzen, anstatt
Studierende schröpfen zu wollen. Außerdem gibt es in seinem Bereich
genügend Baustellen, die dringend behandelt werden müssen - wie zum
Beispiel die Teuerung der Studierendenwohnheime", so Janine Wulz vom
ÖH Vorsitzteam.

"Van der Bellen als Volkswirt sollte aus den Einkommensstatistiken
wissen, dass es keine reichen Studierenden, sondern nur reiche Eltern
gibt. Ebenfalls sollte er sich mit der Studierendensozialerhebung
befasst haben, die die sozial und finanziell schlechte Lage der
Studierenden verdeutlicht. Das durchschnittliche Einkommen der
Studierenden liegt unter der Armutsgrenze. Gebühren von dieser Gruppe
einzuheben hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Diese muss über ein
tatsächlich progressives Steuersystem geschafft werden", erklärt
Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH.

"Die von van der Bellen angeprangerte Abschaffung der Studiengebühren
im Jahr 2008 war kein Fehler, sondern eine richtige Entscheidung. Die
Wiedereinführung im Jahr 2002 hat zum Studienabbruch von 40.000
Studierenden geführt. Verfolgt man die 2020 Ziele von einer
AkademikerInnenquote ernsthaft, darf an Hürden und Barrieren wie
Studiengebühren in keinster Weise gedacht werden. Diese Ziele
schreiben nämlich ebenfalls einen Budgetpfad von 2 Prozent des BIP
für die Hochschulen vor. Das ist es, was wir brauchen und keine
Studiengebühren", so Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär.

Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Sara Scheiflinger, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]; http://www.oeh.ac.at

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