- 28.10.2011, 09:28:13
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Im Bewusstsein bald sterben zu müssen: Lebensqualität am Lebensende
Wien (OTS) - Rund um Allerheiligen und Allerseelen machen sich
viele Menschen auch Gedanken über ihre eigene Vergänglichkeit, über
Leben und Lebensende. Besonders schwer ist diese Zeit für Menschen,
die bereits in dem Bewusstsein leben, bald sterben zu müssen, die
nicht wissen, ob sie das nächste Weihnachtsfest noch erleben -
Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt, die mit lebensbegrenzenden
Erkrankungen in Spitälern, Pflegeheimen oder auch noch in ihrem
eigenen Heim leben.
Palliative Care ist in den vergangenen Jahren zu einem
international gebräuchlichen Begriff für die Betreuung von Menschen
in ihrem letzten Lebensabschnitt geworden. Wörtlich übersetzt
bedeutet Palliative Care "lindernde Betreuung".
Ziel von Palliative Care ist immer, Beschwerden und Leiden der
betroffenen PatientInnen auf ein Minimum zu reduzieren. Dadurch soll
ihnen ein möglichst angenehmes, würdevolles und selbstbestimmtes
Leben sowie größtmögliche Selbstständigkeit bis zu ihrem Tod
ermöglicht werden.
Die Aufgabe der Physiotherapie:
Erhaltung der Selbstständigkeit ist Erhaltung der menschlichen Würde
Der Physiotherapie kommt in der modernen Palliativ-Betreuung eine
zentrale Bedeutung zu. Die meisten PatientInnen, die sterbend krank
sind, leiden vorrangig an körperlichen Einschränkungen und am Verlust
von Aktivitäten des täglichen Lebens. Der Verlust an
Selbstständigkeit bedeutet zumeist auch einen Verlust an menschlicher
Würde.
Hier spielt die Physiotherapie eine entscheidende Rolle zur
Erhaltung der Lebensqualität der Betroffenen. Sich selbstständig
aufsetzen zu können, sich selbstständig kämmen oder auf die Toilette
gehen zu können - kurzum: elementare Lebensfunktionen bestmöglich zu
erhalten - ist die Aufgabe der Physiotherapie. Atemnot, Ödeme und
Schmerzen zu lindern bzw. zu behandeln, sind wesentliche Kriterien
für die Lebensqualität am Lebensende.
Die palliative Physiotherapie in Form von Linderung von
belastenden Symptomen und Begleitung der PatientInnen und deren
pflegenden Angehörigen bildet daher einen wichtigen Baustein in der
multiprofessionellen palliativen Versorgung.
Eine entsprechende Betreuung ist allerdings meist nur in
einschlägigen Hospiz-Einrichtungen gegeben. Außerhalb dieser
Einrichtungen werden viele PatientInnen (z.B. in der Geriatrie)
offiziell nicht als Palliativ-PatientInnen geführt.
In Österreich ist die Physiotherapie leider noch immer kein fester
Bestandteil mobiler Palliativteams. Diese Palliativversorgung zu
Hause wird zwar mittlerweile fast flächendeckend in Österreich
angeboten, allerdings nur durch mobile Krankenschwestern und -pfleger
und ÄrztInnen. Bei einer physiotherapeutischen Betreuung müssen die
PatientInnen für einen Großteil der Kosten selbst aufkommen.
Weitere Informationen zum Thema Palliative Care sowie den
PatientInnenfolder "Palliative Physiotherapie" finden Sie auf der
Website von Physio Austria, dem Bundesverband der
PhysiotherapeutInnen Österreichs: www.physioaustria.at
Für redaktionelle Beiträge unterstützen wir Sie gerne mit
Bildmaterial und GesprächspartnerInnen.
Rückfragehinweis:
RHIZOM PR Otto Havelka 2433 Margarethen am Moos Schlossparksiedlung 37 Tel.: +43 (0)2230 2791 E-Mail: [email protected] Web: www.rhizom.at Physio Austria Bundesverband der PhysiotherapeutInnen Österreichs Mag. Ruth Bernhardt Tel.: +43 (0)1 587 99 51-19 E-Mail: [email protected] Web: www.physioaustria.at
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