- 27.10.2011, 14:12:27
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LR Anschober: Klaus wird sich noch wundern, radikale tschechische Atompläne werden gestoppt
Linz (OTS) - "Herr Klaus versucht keine Gelegenheit zur
Provokation auszulassen. Er versucht die Atomfrage wieder zu einer
rein nationalistischen Auseinandersetzung zu machen - anders können
seine provokanten Aussagen nach seinem Oberösterreich-Besuch nicht
erklärt werden. Aber wir werden nicht in diese Falle tappen. Klaus
wird sich noch wundern - die radikalen Ausbaupläne werden an einer
starken Allianz Oberösterreichs mit Bayern und Deutschland, vor allem
aber mit jener Mehrheit der tschechischen Bevölkerung, die gegen
einen Atomausbau ist, scheitern", ist Oberösterreichs Grüner
Umweltlandesrat Rudi Anschober optimistisch.
Teile der tschechischen Regierung wollen bis Jahresende ein
Energiekonzept beschließen, das den Neubau von bis zu 18 (!!!)
Atomreaktoren vorsieht, das den Atomstromanteil auf bis zu 87 Prozent
erhöhen will, den Uranabbau forcieren und ein Endlager schaffen will.
Dieser Radikalplan führt jedoch auch in Tschechien zu immer mehr
Uneinigkeit, Kritik und Ablehnung.
Anschober:"Wir arbeiten daher an einer starken Allianz mit diesen
KritikerInnen in Tschechien. Unser erster Partner ist die kritische
Bevölkerung Tschechiens. Diese Mehrheit sowie Bayern und Deutschland
sind starke Partner für unseren Widerstand."
Heftige Kritik übt Anschober jedoch an der österreichischen
Bundesregierung, die den radikalen Plänen eines Teils der
tschechischen Regierung jedoch noch immer völlig tatenlos zusieht.
Anschober fordert daher sofortige Direktverhandlungen der
österreichischen mit der tschechischen Regierungsspitze,
Rechtsschritte gegen die europarechtswidrige UVP für den Ausbau von
Temelin, eine Initiative der Bundesregierung gegen die
europarechtswidrigen Energiepläne bei der EU-Kommission sowie eine
Initiative für Anhörungen zur Temelin-UVP in den Bundesländern sowie
für ein europaweites Umweltverfahren mit Bürgerbeteiligung zum
tschechischen Energiekonzept. "Wenn die Regierungsspitze angesichts
der Radikalpläne weiter schweigt, dann hat sie jede Glaubwürdigkeit
ihrer nach Fukushima wiederwachten Anti-Atomrhetorik verspielt",
betont Anschober.
Rückfragehinweis:
Die Grünen Oberösterreich, Mag. Markus Gusenbauer, Pressereferent, Tel.: 0664/831 75 36, mailto: [email protected], http://www.ooe.gruene.at
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