• 27.10.2011, 13:28:53
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Immobilienforum - Im Zeichen der Energiewende

Wien (OTS) - Die rasante Entwicklung energieeffizienten Bauens hat
bisher vor allem Bauträger, Planer und Facility Management
beschäftigt. Neue EU-Vorgaben werden künftig auch die Verwertung von
Wohn- und Bürobauten intensiv beeinflussen. Der Mensch als Nutzer des
Gebäudes im Alltag wird in der Planung oft vernachlässigt. Die
österreichische Zementindustrie und der Immobilienring IR waren die
Sponsoren des zweiten Immobilienforums, das kürzlich im News
Mediatower stattfand. Rund 60 Gäste folgten der Einladung zum Thema
"Im Zeichen der Energiewende: green, blue oder nachhaltig Bauen, der
Weisheit letzter Schluss?" Hochkarätige Vortragende stellten sich dem
Publikum aus der Bau-, Immobilien- und Planerszene.

Brian Cody, Universität Graz, Institut für Gebäude und Energie,
plädierte dafür, die natürlichen Kräfte mehr zu nutzen. Für ihn gibt
es kein Energieproblem - sondern einen massiven Qualitätsverlust in
der Nutzung von Energie. Er skizzierte die Zukunft: Gebäude, die auch
geben und nicht nur nehmen.

Gregor Rauhs, Wirtschaftsagentur Wien, beschrieb mit dem
Technologiezentrum Aspern IQ des Stadtentwicklungsgebietes "Aspern:
Die Seestadt Wiens" die derzeitigen Möglichkeiten des
energieeffizienten Bauens. Völlige Energieautarkie konnte nicht
erreicht werden. Von der Österreichischen Gesellschaft für
nachhaltiges Bauen, ÖGNB, erhielt das Technologiezentrum jedoch
bereits in der Vorbewertung 944 von erreichbaren 1000 Punkten. 2012
soll das Gebäude in Betrieb gehen.

Doch was bringen die Zertifizierungen - für Architekt Fritz Oettl
von pos architekten sind die sogenannten Gebäudezertifikate vor allem
eine Modeerscheinung. Die Qualität der Gebäudehülle bleibt das Thema
und in welchem Standard Gebäude errichtet werden, entscheidet sich
mit der Offenheit des Bauherren. Michael Ehlmaier, Geschäftsführer
Ehl Immobilien, sieht das anders. 70 Prozent der rasch verwerteten
Immobilien sind zwar zertifizierte Gebäude. Aber noch lasse sich
Nachhaltigkeit in Österreich, im Gegensatz zum internationalen Trend,
nicht zu so guten Preisen verkaufen. Dennoch, so Ehlmaier überzeugt,
beeinflussen Zertifizierungen die Investitionsentscheidung auf der
Basis von Lebenszykluskosten.

Harald Deinsberger-Deinsweger beleuchtete den Einfluss der
Wohnpsychologie als wesentlichen Faktor für erfolgreiche
Nachhaltigkeit. Klaus Lugger, Geschäftsführer Neue Heimat Tirol,
provozierte in seiner gewohnt geschätzten Art, dass Bewohnern die
Gebäudehülle ganz egal ist - wenn die Betriebskosten sinken, sind
diese jedoch begeistert. Ob sie in einem Passiv- oder
Niedrigenergiehaus wohnen, ist dabei kein Thema. Jedoch machen
Energieausweise Projekte vergleichbar, so sein positives Fazit.

Frank Huber, Geschäftsführer von Zement+Beton, referierte über
Beton in seiner Eigenschaft als idealer Wärme- bzw. Kältespeicher.
Die Kombination mit einer intelligenten Bauwerksplanung und der
Einsatz von alternativen Energieformen helfen Betriebskosten für
Gebäude zu senken, weitere CO2-Emissionen zu vermeiden und Energie zu
sparen.

Christian Pöhn, stv. Leiter MA 39, Stadt Wien, brachte mit seinem
Vortrag zum Energieausweis und seiner Zukunft eine rege Diskussion in
Gange. Einigkeit herrschte letztlich darüber, dass das
Niedrigenergiehaus kostenoptimal sein muss - denn was nützen die
energieeffizientesten Gebäude, wenn es bei der Verwertung nicht
klappt.

Das Immobilienforum ist eine regelmäßige Vortragsreihe in
Zusammenarbeit mit Sponsoren und wird von Andrea Baidinger, Bauen
Wohnen Immobilien Kommunikationsberatung, und Robert Zwettler, Key
Account trend&FORMAT, organisiert und durchgeführt.

Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Zementindustrie, Andrea Baidinger
andrea.baidinger bauen wohnen immobilien Kommunikationsberatung GmbH
Tel +43 1 904 21 55-0, email: [email protected]

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