• 26.10.2011, 10:37:34
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LH Dörfler: Erfolgreiche, überregionale Arbeit wird fortgeführt

Kärntner Landeshauptmann traf die Regions-Präsidenten Luca Zaia und Renzo Tondo in Venedig - Kooperationsvertrag wird verlängert - Neue Chancen im Alpen-Adria-Raum gemeinsam nutzen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die vor fünf Jahren abgeschlossene
trilaterale Vereinbarung zwischen Kärnten und den Regionen Veneto
sowie Friaul Julisch-Venetien war Thema bei einem Treffen von
Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit den Präsidenten Luca Zaia
(Veneto) und Renzo Tondo (Friaul Julisch-Venetien) gestern, Dienstag,
in Venedig. "Wir haben beschlossen, diesen wichtigen
Kooperationsvertrag zu verlängern und damit unsere Zusammenarbeit zu
verstärken", berichtete der Kärntner Landeshauptmann. Kärntens aktive
und grenzüberschreitende Nachbarschaftspolitik wird damit konsequent
fortgesetzt.

Diese trilaterale Vereinbarung umfasst die Kooperation der drei
Regionen, von Wirtschaft über Kultur, Land- und Forstwirtschaft,
Forschung bis hin zu Sozialem. "Sie bildet die Basis der geplanten
"Euregio Senza Confini", die demnächst finalisiert werden soll",
sagte Dörfler. Gemeinsam sollen die vielen Kooperationen,
freundschaftlichen Kontakte, die Zusammenarbeit und
Entwicklungspotentiale dieses "kleinen Europas an der oberen Adria"
gelebt und genutzt werden.

Für den Kärntner Landeshauptmann hat ein erfolgreiches "Europa der
Regionen" von der Basis auszugehen, angefangen bei den kleinen
Heimatgebieten und Regionen, die Europa ausmachen. "Die aktuellen
Schwierigkeiten und Probleme zeigen deutlich, dass die Zukunft
Europas eher in den Händen von Regionen liegt".

Daher sei die gemeinsame "Euregio Senza Confini" sehr wichtig, um
schlagkräftig agieren zu können. Kärnten wolle mit der Euregio auch
Brückenkopf für Österreich in diese spannende Region sein. Gerade in
den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Tourismus, Technologie sowie bei
Forschung und Entwicklung sollte die "Euregio Senza Confini" zur
Kooperation genutzt werden. Dörfler lud die beiden Präsidenten Zaia
und Tondo nach Kärnten ein. "Sie kommen noch vor Weihnachten, um den
Kooperationsvertrag zu unterzeichnen", kündigte der Kärntner
Landeshauptmann an.

Einen weiteren wichtigen Themenschwerpunkt bildete die
Baltisch-Adriatische Verkehrsachse, die von Danzig über Wien, Graz,
Klagenfurt bis nach Bologna führt, "Die Aufnahme dieser Verkehrsachse
in das Transeuropäische Netz der EU ist ein großer Erfolg unserer
gemeinsamen überregionalen Arbeit und unseres Lobbyings in Brüssel,
das wir viele Jahre intensiv betrieben haben", sagte der
Landeshauptmann. Damit werde diese Achse, deren Herzstück die
Koralmbahn ist, zu einem der zehn wichtigsten europäischen
Verkehrskorridore. "Mit der Übernahme in das prioritäre Eisenbahnnetz
ist der Startschuss für ein Lichtprojekt der Zukunft gelegt", so
Dörfler.

Aufbauend auf der Baltisch-Adriatischen Achse werde es weitere
strategische Kooperationen geben, so Dörfler. "Dieser
Verkehrskorridor ist sowohl für ganz Europa und im speziellen für
Österreich und Kärnten von besonderer Bedeutung. Sie verbindet
nämlich die Adria mit dem Baltikum. Das bedeutet, dass Warenströme
auf direktem Weg schnell und umweltfreundlich von den wichtigen Häfen
in der Adria und der Ostsee ins Zentrum von Europa transportiert
werden können. "Ravenna, Triest, Venedig, Koper und Rijeka werden
dann zu gesunden Mitbewerbern der großen Häfen Rotterdam und
Hamburg", sagte der Landeshauptmann.

Kärnten könnte dabei eine besondere Rolle spielen, liegt es doch am
Schnittpunkt zwischen dem Korridor X und der Baltisch-Adriatischen
Achse. "Der Verschiebebahnhof Fürnitz könnte hier eine wichtige
Drehscheibenfunktion übernehmen und auch als erster 'Trockenhafen' im
Hinterland der adriatischen Häfen ein zentrales Logistikzentrum
sein", so Dörfler. Die Kooperation im Alpen-Adria-Raum bietet viele
neue Chancen, die es zu nützen gelte. "Gemeinsam sind wir stark",
unterstreicht der Landeshauptmann.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at

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