• 25.10.2011, 15:05:14
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AK Wien Vollversammlung 6 - Qualität in der Lehre sichern, Schulabbruch verhindern

Lehre, Schule, Uni: Anträge für bessere Bildung und Ausbildung beschlossen

Wien (OTS) - Nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität der
Schul- und Lehrplätze für Kinder und Jugendliche muss stimmen: Das
fordert die AK Wien Vollversammlung heute in mehreren Anträgen:
Gemeinsam fordern alle Fraktionen die Einführung eines
Qualitätssicherungssystems für die Lehrausbildung und Mutterschutz
auch in der integrativen und der überbetrieblichen Lehrausbildung.
Mehrheitlich wollen die Mitglieder der Vollversammlung
Qualitätssicherung in der Nachmittagsbetreuung von Schulkindern,
Maßnahmen zur Verhinderung des Schulabbruchs und eine rasche
Evaluierung der Studieneingangs- und Orientierungsphasen an den Unis.

In Österreich gibt es kein System zur Überprüfung von
Lehrbetrieben, ob sie auch Aus-bildung mit Qualität bieten,
kritisieren alle Fraktionen in der Vollversammlung. Ebenso
kritisieren sie, dass der Großteil der Lehrstellenförderung nach dem
Gießkannenprinzip vergeben wird. Per Antrag fordern sie die
zuständigen Ministerien auf, sich für Qualitäts-standards in der
Lehrausbildung und für eine Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen
einzusetzen. Verstärkt investiert werden solle auch in die
Möglichkeit, versäumte Haupt-schul- und Lehrabschlüsse und die Matura
nachholen zu können.

Als besondere Ungerechtigkeit greift die Vollversammlung auf, dass
für Schwangere in der integrativen und in der überbetrieblichen
Lehrausbildung keine Mutterschutzvorschrif-ten gelten. In diesem
Bereich fordern alle Fraktionen gemeinsam eine Änderung.

Qualität will die Vollversammlung auch in der Nachmittagsbetreuung
für Schulkinder. Sie will Mindeststandards für die Betreuung in
Horten und privaten Vereinen, aber auch in der schulischen
Nachmittagsbetreuung. Mehrheitlich fordert die Vollversammlung etwa
höchstens 25 Schließtage im Jahr, Mindestöffnungszeiten Montag bis
Freitag bis 18 Uhr, ein gesundes Essen und Mindestanforderungen an
die Ausbildung der BetreuerInnen.

Noch fliegt jede/r zehnte Jugendliche nach der Schulpflicht aus
dem Bildungs- und Ausbildungssystem oder beginnt erst gar keine
weiterführende Ausbildung. Mehrheitlich fordert die Vollversammlung
Anstrengungen, um den Anteil der "frühen Bildungsabbre-cherInnen" bis
2020 von zehn auf fünf Prozent zu senken. Schon die Schule müsse bei
ersten Warnsignalen reagieren, ein essenzieller Beitrag wäre der
Ausbau der Ganztags-schulen, keine Aufteilung erst Zehnjähriger auf
Hauptschule und Gymnasium mehr und ein flächendeckender Ausbau der
Angebote zum Nachholen von Bildungsabschlüssen.

An den Universitäten soll wiederum möglichst rasch überprüft
werden, wie sich die neuerdings verschärften Studieneingangs- und
Orientierungsphasen auswirken - etwa auf die soziale Zusammensetzung
der Studierenden in einzelnen Studienrichtungen.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Peter Mitterhuber
Tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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