• 25.10.2011, 13:32:34
  • /
  • OTS0173 OTW0173

Nationalfeiertag - Darabos: Beeindruckende Leistungsbilanz des Bundesheeres

"Lasse mir hervorragende Arbeit unserer Soldatinnen und Soldaten nicht schlecht reden"

Wien (OTS/BMLVS) - "Das Jahr 2011 hat das Österreichische
Bundesheer bisher vor große Herausforderungen gestellt. All diese
Aufgaben wurden hervorragend und höchst professionell erfüllt. Dafür
möchte ich mich bei unseren Soldatinnen und Soldaten ganz herzlich
bedanken", erklärte Verteidigungsminister Norbert Darabos anlässlich
des morgigen Nationalfeiertages. Einsätze wie die Evakuierung
österreichischer Staatsbürger aus Ägypten und Libyen, die Teilnahme
an der Battle Group oder die kurzfristige Entsendung von
Reserveeinheiten in den Nordkosovo hätten gezeigt, dass die Profis
des Bundesheeres rasch und flexibel auf neue Entwicklungen reagieren
und diese mit Bravour bewältigen. "Die hohe Qualität der Arbeit
unserer Soldaten ist die beste Voraussetzung, um notwendige Reformen
durchzuführen und unser Bundesheer auch strukturell für die Zukunft
bestmöglich aufzustellen. Diese Qualität und Leistungsfähigkeit lasse
ich mir von niemandem schlecht reden", betonte Darabos.

Leistungsbilanz Bundesheer

1. Auslandseinsätze

Seit 1960 haben über 90.000 Soldaten und zivile Helfer an über 50
internationalen Einsätzen teilgenommen. Allein im Jahr 2011 wurden
1.574 Soldaten zu Auslandseinsätzen entsandt - damit gehört
Österreich zahlenmäßig zu den Top-Nationen im EU-Vergleich. Eine
Schwerpunktregion ist der Weltbalkan. Im Kosovo ist Österreich
derzeit mit etwa 600 Soldaten (inklusive der aufgrund der Unruhen im
Nordkosovo entsandten operativen Reservekräfte) der größte
Nicht-NATO-Truppensteller. Seit September stellt Österreich auch den
stellvertretenden KFOR-Kommandanten - das ist das erste Mal, dass
einem Nicht-NATO-Staat diese Funktion bei KFOR zugewiesen wurde.
Insgesamt befinden sich hier 9.900 Soldaten aus 24 Nationen im
Einsatz. In Bosnien und Herzegowina stellt das Bundesheer mit 358
Soldaten das größte Kontingent und hat auch das oberste Kommando über
die 1.500 EUFOR-Soldaten inne.

Auf den Golanhöhen in Syrien überwachen zur Zeit 377 österreichische
UN-Soldaten die Waffenstillstandslinie zwischen Syrien und Israel.
Österreichische Soldaten sind im Rahmen der UNO, NATO und EU noch
eingesetzt im Nahen Osten (7), Georgien (5), Zypern (4), Afghanistan
(4), Westsahara (2) Kongo (1), Kroatien (1), Westafrika (1)

Ab November werden rund 160 Soldaten in den Libanon entsandt, um im
Rahmen der "United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)" einen
Beitrag zur Stabilisierung des Raumes zu leisten.

2. Erste Beteiligung an Battle Group erfolgreich absolviert

Seit 1. Jänner 2011 war Österreich mit rund 180 Soldatinnen und
Soldaten - neben niederländischen, deutschen, finnischen und
litauischen Streitkräften - für sechs Monate an der EU Battle Group
beteiligt. Mit 30. Juni 2011 wurde die Zusammenarbeit planmäßig
beendet. Wenngleich die Battle Group nicht abberufen wurde, so hat
alleine die Vorbereitung auf dieses Engagement und die vielen
gemeinsamen Übungen bei den beteiligten Einheiten zu einem
umfassenden Know-how Gewinn geführt.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden in die nächste Battle Group
Beteiligung im zweiten Halbjahr 2012 einfließen. Österreich wird
dabei die logistische Führung übernehmen - ein weiterer Beweis für
die international anerkannten und geschätzten Fähigkeiten unserer
Soldatinnen und Soldaten. Mit dem "Battle Group"-Konzept deckt die
EU verschiedene Einsatzszenarien ab - wie friedenserhaltende
Einsätze, Stabilisierungs- und Wiederaufbaumaßnahmen nach Konflikten,
friedensschaffende Maßnahmen, humanitäre Einsätze oder
Rettungseinsätze. Sie sind damit eine Art militärische
Krisenfeuerwehr der Europäischen Union für Frieden und Stabilität

3. 41.250 Arbeitsstunden im Katastrophenschutz

Einsätze bei Lawinen-, Brand- und Hochwasserkatastrophen zählen neben
Hilfseinsätzen im Ausland oder Rettungs- und Bergeflügen ebenfalls zu
den Aufgaben des Österreichischen Bundesheeres. Dafür stehen rund um
die Uhr unsere Soldaten bereit, um im Notfall binnen weniger Stunden
rasch zum Einsatz zu kommen.

Im Jahr 2011 absolvierten über 500 Soldaten des österreichischen
Bundesheeres fast 5.000 Manntage. Das entspricht ca. 41.250
Arbeitsstunden.

Allein im Juli standen 130 Pioniere des Pionierbataillons 1 aus
Villach und des Baupionier- und Katastropheneinsatzzuges des
Militärkommandos Steiermark im Gebiet von Oberwölz für
Aufräumarbeiten und zur Wiederherstellung zerstörter Infrastruktur im
Assistenzeinsatz.

Auch bei der Bekämpfung des Eisstaus am Klopeiner See im März und der
Bergung des Polizei-Hubschraubers im April aus dem Achensee waren
Soldaten des Bundesheeres im Einsatz.

4. Assistenzeinsatz nach Schengenerweiterung

Ende dieses Jahres läuft der sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz
des Bundesheeres nach Schengenerweiterung im Burgenland und
Niederösterreich aus. Insgesamt standen seit 21. Dezember 2007 20.633
Soldaten (Stand: 10. Oktober 2011) aus ganz Österreich im
Assistenzeinsatz nach Schengenerweiterung. Der Assistenzeinsatz war
eine Erfolgsgeschichte für das Heer und vor allem für die Menschen in
den östlichen Grenzregionen. Die Soldaten haben den Menschen
Sicherheit gegeben, unzählige Verbrechen konnten verhindert werden.

Zweck des Einsatzes war und ist die Unterstützung der
Sicherheitsbehörden bei der Bekämpfung grenzüberschreitender
Deliktsbereiche in den Regionen zur Slowakischen Republik und zur
Republik Ungarn. Verdächtige Umstände bzw. Personen werden durch die
Streifen an die Polizei gemeldet.
Im Folgenden eine Statistik der Meldungen vom 21. Dezember 2007 bis
zum 10. Oktober 2011:

o Brand: 30
o Erste Hilfe Leistung: 90
o Jedermannsrecht: 17
o Meldung an die Polizei mit Maßnahmen: 2067
o Meldung an die Polizei ohne Maßnahmen: 561
o Sonstiges: 122
o ziviler Unfall ohne Erste Hilfe: 69
o Unterstützungsanforderung durch die Polizei: 476

5. 8.517 Flugstunden durch die Luftstreitkräfte

Die Luftstreitkräfte leisteten 2011 bisher 8.517 Flugstunden. Diese
wurden bei der Luftraumüberwachung, Trainingsflügen oder etwa bei
Übungen erbracht. Viel los war im österreichischen Luftraum im
September: Da trainierten die Luftstreitkräfte des Bundesheer
österreichweit bei der Übung "Amadeus11". 42 Luftfahrzeuge und rund
2.000 Soldaten waren zwei Wochen lang am Boden und in der Luft im
Einsatz, um eine - fiktive - Bedrohung durch Terroristen abzuwenden.
Einen Eindruck vom Können der Österreichischen Luftstreitkräfte
konnte man sich auch bei der AIRPOWER11 machen, bei der 290.000 Fans
für einen neuen Besucherrekord sorgten.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
   Mag. Stefan Hirsch, Pressesprecher des Bundesministers
   Tel.: 050201-1020145
   mailto:[email protected]
   
   oder
   Kommunikation/Presse
   Tel: +43 664-622-1005
   [email protected]
   http://www.bundesheer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel