- 25.10.2011, 09:30:31
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KONSUMENT: Heidelbeerjoghurts - falsche Früchtchen
Ohne Zusatzstoffe kommt nahezu kein Joghurt aus - Johannisbeeren, Holundersaft oder rote Bete als geschmackliche und farbliche Ergänzung
Wien (OTS/VKI) - Wie bei einem vom Verein für
Konsumenteninformation (VKI) durchgeführten Test zu Erdbeerjoghurts
(KONSUMENT 10/2011) zeigt sich auch bei 17 getesteten
Heidelbeerjoghurts: Es kommt nicht überall nur Natur rein. Lediglich
vier Produkte kommen ohne Aromazusätze aus: Bio+, Ja! Natürlich, Nöm
Mix und Spar. Nöm Mix ist zudem das einzige getestete Produkt, das
aufgrund seiner Zusammensetzung der herkömmlichen Vorstellung eines
Heidelbeerjoghurts entspricht. Es enthält - mit Ausnahme des
Stabilisators Pektin - nur Joghurt, 12 Prozent Heidelbeeren und
Zucker. Mickrige 2,9 Prozent Heidelbeeren stecken etwa in Danone
Activia, dafür aber jede Menge Aromazusätze und die färbenden
Konzentrate schwarze Karotte und rote Bete. Ja! Natürlich hilft dem
Geschmack mit Zitronensaftkonzentrat nach, Milfina und Jogurella
fügen Johannisbeersaft, Clever und Milbona Holundersaft bei. Das
Joghurt von Gmundner Milch erzielte im Gesamturteil die Bestnote -
und ist zugleich das billigste Produkt im Test.
Kritik gibt es für die Schriftgröße bei den
Verpackungsaufschriften. "Diese sind häufig einfach zu klein", so
VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck. "Bei Packungsgrößen
zwischen 200 bis 1.000 Gramm muss die Schrift für die Nettofüllmenge
zumindest vier Millimeter groß sein. Bei Danone Acitivia sind es
beispielsweise gerade einmal 3,3 Millimeter."
Weit gereist - Beeren aus aller Welt
Die Liste der Herkunftsländer der Heidelbeeren ist lang. Die
blauen Beeren werden u.a. aus Kanada, Polen, Russland, der Ukraine
und den USA importiert. Offenbar reichen die heimischen Ressourcen
nicht aus. Wenige Unterschiede gibt es dagegen beim Erzeugungsort:
Die Joghurt- und Fruchtzubereitung erfolgt größtenteils in
Österreich. Wer zumindest bei Milch und Zucker Wert auf heimischen
Ursprung legt, kann sich am AMA-Gütezeichen oder am roten
AMA-Biozeichen orientieren.
Details zum Test gibt es auf www.konsument.at und ab dem 26.10. in
der Novemberausgabe des Testmagazins KONSUMENT. Fragen zum Thema
Ernährung beantwortet der VKI auch unter der Hotline 0810 810 227
(Mo-Fr 9-15 Uhr, aus ganz Österreich Euro 0,0676/min), die in
Zusammenarbeit mit dem Fonds Gesundes Österreich betrieben wird.
Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at
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