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OTS0250   24. Okt. 2011, 21:09

Kärntner Tageszeitung - Kommentar von Michaela Geistler-Quendler: Ein kunstvollst kreierter Einheitsbrei


Die Akteure in Österreichs Skandalen - von der
Telekom bis zur Hypo - haben ein Ziel geschickt vefolgt: Sie
versuchten alles, um die Schlammspritzer aus dem Sumpf auf möglichst
viele Protagonisten von möglichst vielen Parteien zu verteilen. Was
sie hinterlassen, ist ein allgemeines diffuses Gefühl, dass sich all
das ohnehin irgendwie in der Sphäre der Normalität bewegt. Im
Umkehrschluss bedeuten auf viele Schultern geladene Belastungen auch
"geteilte" Verantwortung. Aus beiden Strategien resultiert ein
Vertrauenverlust in die Politik, der diese nachhaltig beschädigt.
Will man das verhindern, gilt es, aus dem kunstvoll kreierten
"Einheitsbrei" hartnäckig jeden einzelnen Fall herauszuschälen, Stück
für Stück. Ohne die meist als "zahnlos" belächelten und zu wenig
ernst genommenen Untersuchungsausschüsse, denen man bedeutend mehr
Schlagkraft wünschen würde, hätte allerdings nicht einmal mehr der
Versuch einer Zuordnung von politischer Verantwortung eine Chance.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0250 2011-10-24 21:09 242109 Okt 11 KTI0001 0164



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Rückfragehinweis: Neue Kärntner Tageszeitung,
Viktringer Ring 28,
9020 Klagenfurt,
Mag. Michaela Geistler-Quendler,
Tel.: 0463/512000-513,
E-Mail: michaela.geistler@ktz.at

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