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OTS0167   24. Okt. 2011, 13:15

Bestatter plädieren für einfachere Regelung bei Überführung von Verstorbenen

Bestattung und Friedhöfe Wien treten in Brüssel für Entbürokratisierung und Vereinfachung der EU-Richtlinie über die Überführung von Verstorbenen ein


Die Bestattung und Friedhöfe Wien (BF) absolvierten
am 19. Oktober einen Arbeitsbesuch in Brüssel, bei dem die
Geschäftsführer Dr. Christian Fertinger (für den Konzernbereich B&F),
Dr. Markus Pinter (für Friedhöfe) und Mag. Jürgen Sild (für
Bestattung) nationale und internationale Themen des größten
kommunalen Bestattungs- und Friedhofsdienstleisters Österreichs in
den Europäischen Institutionen diskutierten.

Internationales Abkommen für die Überführung von Verstorbenen soll
geändert werden

Beim Arbeitsbesuch der Friedhöfe und Bestattung Wien wurde für
eine Vereinfachung von internationalen Abkommen zur Überführung von
Verstorbenen geworben. Dabei soll die entsprechende Richtlinie
geändert werden, damit diese unbürokratischer und vor allem schneller
abgewickelt werden können.

"Überführungen sind derzeit sehr bürokratisch geregelt. Das
belastet Menschen in Ausnahmesituationen noch zusätzlich. Hier wollen
wir eine deutliche Vereinfachung erreichen", sagte Fertinger in
seiner Funktion als Vertreter der Europäischen Vereinigung des
Bestattungswesens EFFS (European Federation of Funeral Services). Die
BF Wien sind Sitz des Dachverbands, in dem in verschiedenen
Arbeitsgruppen Erfahrungen ausgetauscht und neue Entwicklungen
analysiert werden. So ist derzeit die Umsetzung der
EU-Biozid-Richtlinie bei Einbalsamierungen ein Thema für viele
Unternehmen.

Weiters war die "Europäische Route der Friedhöfe" ein wichtiges
Anliegen, das der Geschäftsführer der Friedhöfe in Brüssel mit
VertreterInnen der EU-Institutionen besprach. "Auch hier gibt es mit
der ASCE (Association of Significant Cementeries in Europe) eine
Zusammenarbeit auf europäischer Ebene", so Markus Pinter.

Wiener Begräbniskultur präsentiert sich im Wien-Haus in Brüssel

Den Ausklang des Arbeitsbesuches bildete eine Präsentation im
Wien-Haus, bei der das interessierte Publikum nicht nur über das
Unternehmen, sondern auch über die besondere Wiener Begräbniskultur
informiert wurde. Vor den zahlreichen Gästen präsentierten die
Geschäftsführer die Geschichte und Gegenwart des Unternehmens, das
sich zu einem der größten in ganz Europa entwickelt hat.

"Der Umgang mit den Verstorbenen ist ein zivilisatorischer Ausweis
jeder Kultur. Die Bestattung und Friedhöfe Wien sind bemüht, die
Jahrhunderte alten heimischen Traditionen hochzuhalten", sagte Dr.
Wittigo Keller, Kurator des Bestattungsmuseums Wien, der zum
Abschluss die anwesenden Gäste zu einer virtuellen Führung durch die
Geschichte und Gegenwart des Bestattungswesens lud.

"Wiener Unternehmen, gerade die kommunalen Betriebe der Stadt
Wien, vor den Vorhang zu holen, gehört zu den zahlreichen Aufgaben
des Wien-Hauses", erklärte Michaela Kauer, Leiterin des
Verbindungsbüros der Stadt Wien zur EU, "die "Bestattung und
Friedhöfe Wien" sind ein sehr gutes Beispiel für ein modernes
Unternehmen, das in einem der sensibelsten Bereiche des menschlichen
Lebens reüssiert."

Daten und Fakten zu Bestattung und Friedhöfe Wien

Die Bestattung Wien wurde 1907 gegründet und ist seit 1999 ein
Unternehmen der Wiener Stadtwerke Holding AG. Die Bestattung Wien ist
das größte Bestattungsunternehmen Österreichs und eines der größten
Europas. Seit Bestehen wurden etwa zwei Millionen Beerdigungen
organisiert. Jährlich werden knapp 18.000 Bestattungsleistungen
durchgeführt. Die Bestattung Wien beschäftigt knapp 260
MitarbeiterInnen.

Die Friedhöfe Wien wurden 1902 gegründet. Seit 2008 sind sie ein
Unternehmen der Wiener Stadtwerke Holding AG. In Wien gibt es 55
Friedhöfe, für 46 davon sind die Friedhöfe Wien verantwortlich. Mit
dem Wiener Zentralfriedhof betreut das Unternehmen den zweitgrößten
Friedhof Europas. Insgesamt sind die Friedhöfe Wien für 525.000
Grabstellen verantwortlich. Das Unternehmen beschäftigt knapp 400
MitarbeiterInnen.

Der Konzernbereich B&F Wien-Bestattung und Friedhöfe wurde 2010
als übergeordnete strategische Klammer sowie als Shared Service
Organisation für zentrale Dienste über jene zehn Beteiligungen der
Wiener Stadtwerke Holding AG gebildet, welche sich mit der Materie
des Bestattung- und Friedhofswesens i.w.S befassen. Dazu sind auch
die Partendruckerei, der Sargerzeugungsbetrieb u.a.m. zu zählen.
Insgesamt sind hier knapp 1000 MitarbeiterInnen beschäftigt.

Als Teile der Wiener Stadtwerke stehen alle Konzernbereiche im
100%igen Eigentum der Stadt Wien.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0167 2011-10-24 13:15 241315 Okt 11 VGW0001 0620



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Tel: 0043-664-180 85 41

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