- 23.10.2011, 09:00:31
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ÖGfE-Schmidt: "Österreicher trauen EU Krisenabwehr zu"
52 Prozent für gemeinsame europäische Antworten auf die Krise - Umfrage
Wien (OTS) - "Für die Mehrheit der Österreicherinnen und
Österreicher steht fest: Die EU hätte das Potential, viel zur Abwehr
von Wirtschaftskrisen zu leisten. Wichtig wäre daher, das
Zusammenspiel der politisch Verantwortlichen auf europäischer Ebene
zu verbessern. Gemeinsame europäische Krisenbekämpfung, nicht
nationale Interessenspolitik, ist gefragt", kommentiert Paul Schmidt,
Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, das
Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft (SWS), die vor dem Hintergrund des bevorstehenden
EU-Gipfels in Brüssel durchgeführt wurde.
EU kann viel zur Abwehr von Wirtschaftskrisen beitragen...
52 Prozent der Österreicher meinen, dass die EU "viel" zur Abwehr
von Wirtschaftskrisen leisten kann, 30 Prozent antworten "wenig", 11
Prozent "gar nichts". Besonders die Jungen (bis 25 Jahre) trauen der
EU Lösungskompetenz zu (61 Prozent "viel" / 4 Prozent "gar nicht").
Ebenso positiv beurteilen sie Befragte mit Hochschulabschluss (64
Prozent "viel" / 7 Prozent "gar nicht").
Skeptischer zeigen sich hingegen, so Schmidt, Befragte mit
Pflichtschulabschluss, die nur zu 35 Prozent der EU eine positive
Bewertung verleihen. Die Zahl jener, die der EU "gar keine"
Lösungskompetenz zubilligen, ist aber auch in dieser Gruppe sehr
gering (15 Prozent).
... nationale Akteure auf sich gestellt weniger
Die Österreicher glauben, dass nationale Akteure - im Vergleich
zur europäischen Ebene - weniger Handlungsspielraum haben, gegen
grenzüberschreitende Wirtschaftskrisen vorzugehen, analysiert
Generalsekretär Schmidt. 26 Prozent sind der Ansicht, dass die
österreichische Bundesregierung in diesem Bereich "viel" leisten kann
(46 Prozent "wenig" / 21 Prozent "gar nichts"), 26 Prozent nehmen das
für die Oesterreichische Nationalbank an (40 Prozent "wenig" / 23
Prozent "gar nichts"), 22 Prozent für die Sozialpartner (38 Prozent
"wenig" / 30 Prozent "gar nichts").
"Die Menschen erkennen, dass die EU einen entscheidenden Beitrag
zur Krisenbekämpfung leisten kann. Nationalen Akteuren wird dies in
geringerem Ausmaß zugetraut. Dabei sind Lösungskompetenzen auf
nationaler Ebene durchaus vorhanden. Ziel muss es sein, die einzelnen
Konzepte zu einer gemeinsamen europäischen und vor allem auch
nachhaltigen Krisenstrategie zu bündeln", meint Schmidt abschließend.
Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft im Oktober 2011 durchgeführt. Befragt wurden
österreichweit 917 Personen (Face-to-Face).
Rückfragehinweis:
Mag. Paul Schmidt Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) Rotenhausgasse 6 8-9, A-1090 Wien Tel.: (+43-1)533 49 99 - 11 Fax.: (+43-1)533 49 40 www.oegfe.at www.facebook.com/oegfe
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