LH Dörfler fordert Gagenlimit für Bonzenbanker
Bankenaufsichtsorgane und österreichische Bundesregierung müssen unerträgliche Entwicklung stoppen
Klagenfurt (OTS/LPD) - Laut heutigen Medienberichten hat
Erste-Bankchef Andreas Treichl im letzten Jahr eine Gage von 2,795
Millionen Euro bezogen. "Diese Summe muss man in Schilling umrechnen,
damit einem bewusst wird, welche Unsummen österreichische Bankenbosse
als Gage kassieren", sagte heute, Samstag, Kärntens Landeshauptmann
Gerhard Dörfler.
"Für mich ist das eine erbärmliche und unerträgliche Entwicklung,
dass die Erste Bank Bundeshilfe in Anspruch genommen hat und in den
letzten Wochen aus einer hohen Gewinnprognose einen unglaublichen
Verlust eingefahren hat. Daher ist für mich klar, dass derartige
Bonzenbanker mit Millionengagen nicht auch noch Staatshilfe kassieren
dürfen", so Dörfler. Es sei eine unerträgliche Unmäßigkeit,
Staatshilfe in Anspruch zu nehmen, gewaltige Verluste einzufahren und
gleichzeitig locker Millionengagen einzustecken.
Der Kärntner Landeshauptmann fordert deshalb alle Bankenbosse
auf, auf ihre Bonzengagen zu verzichten und generell eine Mäßigung
herbeizuführen. "Aus meiner Sicht darf kein österreichischer Banker
mehr Gagen in diesen Dimensionen absahnen. Denn diese horrende Summe
versteht kein Staatsbürger mehr", sagt Dörfler. Ein Gagenlimit müsse
her. "Diesem Treiben muss von den Bankenaufsichtsorganen und der
österreichischen Bundesregierung ein Riegel vorgeschoben werden",
fordert der Kärntner Landeshauptmann.
(Schluss)
Rückfragehinweis: Büro LH Dörfler
Redaktion: Larissa Herzog-Sternath/LPD
22. Oktober 2011
Nr. 1854,1.553 Zeichen
Landespressedienst
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