- 21.10.2011, 15:55:59
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Pharmig zu Antibiotikaeinsatz: So viel wie nötig, so wenig wie möglich
Aufklärung und Empfehlungen von Experten und Patienten über die Verschreibung und die Verwendung von Antibiotika sind die Lösung.
Wien (OTS) - "Es muss der einzelne Arzt im Rahmen der Behandlung
eines Patienten entscheiden, ob und welches Antibiotikum medizinisch
notwendig ist, um den Behandlungserfolg zu garantieren", sagte Dr.
Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig zum launigen Vorschlag
von Univ.-Prof. Dr. Florian Thalhammer, eine "Antibiotika-Steuer"
einzuführen. Der Hinweis, dass Atemwegserkrankungen zu einem
Großteil virale und nicht bakterielle Ursachen haben, womit der
Einsatz von Antibiotika nicht zielführend sei, ist nach wie vor
richtig. Thalhammer selbst habe bereits im Vorjahr an einer
Behandlungsleitlinie "Antiinfektiva" im Rahmen von Arznei und
Vernunft (A&V) mitgewirkt und schon damals betont, dass die Einnahme
von Antibiotika bei Virusinfektionen nicht angezeigt sei. Die
Initiative A&V hat zum Ziel, einen vernünftigen Umgang mit
Arzneimitteln auf allen Ebenen des Gesundheitswesens zu fördern. Das
bedeute auch, Ärzten und Patienten Hilfestellungen bei der Behandlung
von Infektionen anzubieten. "Konkrete und hochqualitative, auf
breiter Ebene erarbeitete Handlungsempfehlungen, wie die A&V
Leitlinie "Antiinfektiva" - samt dazugehöriger Patientenbroschüre -
sind das Mittel der Wahl und nicht die Neueinführung von Steuern", so
Huber.
Arznei & Vernunft ist ein gemeinsames Projekt von Pharmig,
Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Ärztekammer und
Apothekerkammer, ist in Europa einzigartig und zielt darauf ab, die
Versorgung der Österreicher mit Gesundheitsleistungen auf eine
sichere Basis zu stellen. Dabei werden höchste medizinische
Therapiequalität und ökonomisch sinnvolle Parameter miteinander
verknüpft.
Zu unterstützen sei unter anderem der Vorschlag von DDr.Wolfgang
Maurer, den Antibiotikaeinsatz bei Atemwegserkrankungen mit einer
flächendeckenden Pneumokokken-Impfung zu verringern. Ein richtiger
Ansatz ist hier die von Bundesminister Alois Stöger bereits im Sommer
angekündigte Ausweitung des Kinderimpfprogramms, die auch die
Pneumokokken-Impfung umfasst.
Mehr Informationen zur A&V Behandlungsleitlinie "Antiinfektiva"
unter: www.arzneiundvernunft.info
Über die Pharmig:
Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der
österreichischen Pharma-Industrie. Derzeit hat der Verband 120
Mitglieder (Stand September 2011), die den Medikamenten-Markt zu fast
100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten
Arbeitsplätze für ca.10.000 Beschäftigte.
Rückfragehinweis:
Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Abteilung Kommunikation, Mag. Barbara Grohs
Tel. +43 (1) 40 60 290-20
[email protected]
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