- 21.10.2011, 12:09:38
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Krankenstände wegen psychischer Erkrankungen steigen an
AKNÖ: "Brauchen mehr betriebliche Gesundheitsförderung und Ausbau von BetriebspsychologInnen"
Wien (OTS) - Während Krankenstandstage insgesamt zurückgehen,
steigt die Anzahl von Krankenständen wegen psychischer Probleme
deutlich an. Die AKNÖ fordert daher mehr betriebliche
Gesundheitsförderung sowie den Ausbau von BetriebspsychologInnen.
Die gute Nachricht zuerst: Krankenstände gehen in Österreich zurück.
Doch Niederösterreich hat hier noch Aufholbedarf: Mit 14,5
Krankenstandstagen pro Jahr sind niederösterreichische Beschäftigte
Spitzenreiter in Österreich, das haben GesundheitsexpertInnen der
AKNÖ erhoben. Die wenigsten Krankenstände weist Salzburg mit 10 und
Vorarlberg mit 10,5 Krankenstandstagen auf. Betriebliche
Gesundheitsförderung wird dennoch immer wichtiger. Denn bereits
jede/r dritte ArbeitnehmerIn ist älter als 45 Jahre. "Für ältere
Beschäftigte und vor allem für ArbeiterInnen, die sehr früh ins
Berufsleben eintreten und viele Jahre körperlicher Belastung
ausgesetzt sind, muss es mehr betriebliche Gesundheitsförderung
geben", fordert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder.
Zwt.: Psychische Erkrankungen erfordern Prävention
Die schlechte Nachricht: Psychische Erkrankungen und psychisch
bedingte Krankenstände steigen deutlich an. Alleine zwischen 2005 und
2010 haben sich die Krankenstandstage aufgrund psychischer
Erkrankungen nahezu verdoppelt. "Psychische Erkrankungen nehmen am
Arbeitsplatz vor allem dann zu, wenn Druck und zu hohe Anforderungen
mit einem geringen Gestaltungsspielraum im eigenen Arbeitsumfeld
einhergehen", erklärt AKNÖ-Gesundheitsexperte Dr. Bernhard Rupp.
Psychische Erkrankungen wie Burn-out und Depression sind bei Frauen
sogar die häufigste und bei Männern die zweithäufigste Ursache für
den Eintritt in die Invaliditätspension. "Präventive,
gesundheitsfördernde Maßnahmen müssen schon bei jungen Menschen in
Ausbildung und Beruf ansetzen", so Rupp. Die AKNÖ fordert daher den
verstärkten Ausbau von BetriebspsychologInnen und die Einführung
bedarfsgerechter Gesundheitskurse in Betrieben.
Rückfragehinweis:
AKNÖ-Gesundheitsexperte
Dr. Bernhard Rupp, MBA
Tel.: 05/7171-1272
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