- 21.10.2011, 08:18:47
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Wilhelminenberg zeigt: Staatliche Kommission jetzt!
Wien (OTS) -
- Betroffene kirchlicher Gewalt fordern Einbindung der Betroffenen
in neue Kommission
- Klasnic-Kommission auflösen und in staatliche Stelle überführen
Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt sieht nach den nun
bekanntgewordenen Vorfällen am Wiener Wilheminenberg die dringende
Notwendigkeit gekommen, eine staatliche Kommission zur Aufarbeitung
sämtlicher Missbrauchsfälle zu installieren: sowohl für Betroffene
aus kirchlichen als auch aus staatlichen Einrichtungen. Dabei sollen
die Entschädigungssummen von unabhängigen Gutachtern festgelegt
werden. Eine Entscheidung über Zu- oder Aberkennung von Ansprüchen
muss für die Betroffenen transparent und nachvollziehbar sein. "Auf
keinen Fall darf das Fiasko der Klasnic-Kommission wiederholt werden.
Dort werden Ansprüche völlig willkürlich festgelegt. Es gibt keine
Begründung und keine Transparenz. Die von der Kommission angeordneten
Clearings führen bei vielen Betroffenen zu einer neuerlichen
Traumatisierung, viele erleben dieses Prozedere als
Kränkung und Missachtung des Erlittenen", sagt Sepp Rothwangl von der
Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt.
Klasnic-Kommission auflösen
Die schrecklichen Vorkommnisse im Kinderheim Wilhelminenberg
zeigen, wie notwendig eine übergeordnete und unabhängige
Überprüfungsinstitution ist. Nur so kann dieses dunkle Kapitel der
österreichischen Geschichte ebenso wie die Kirchenskandale nachhaltig
aufgearbeitet werden. "Daher fordern wir die sofortige Einrichtung
einer übergreifenden staatlichen Kommission unter Einbindung der
Betroffenen", so Rothwangl. Jetzt ist eine neue Phase angebrochen.
Die Klasnic-Kommission soll die Fälle an die neue Kommission
übergeben." Rothwangl appelliert auch an Waltraud Klasnic kooperativ
zu sein und den Betroffenen und dem Rechtsstaat noch diesen wichtigen
Dienst zu erweisen.
www.betroffen.at, www.kirchen-privilegien.at
Rückfragehinweis:
FJ PURKARTHOFER PR, +43-664-4121491, [email protected]
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