- 20.10.2011, 12:26:40
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Diagnostik von sexuellem Missbrauch im Spannungsfeld von Traumatisierung und Suggestion
Fachtagung des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen
Wien (OTS) - Sexueller Missbrauch ist in den letzten Jahren von
der Gesellschaft in vermehrtem Ausmaß und mit zunehmender Bestürzung
wahrgenommen worden. Der Gesetzgeber und die Justiz haben darauf im
Rahmen ihres Wirkungsbereiches reagiert. In strafrechtlichen und
familienrechtlichen Verfahren werden Klinische PsychologInnen,
insbesondere gerichtliche Sachverständige, laufend mit Begutachtungen
bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch beauftragt.
Die Fachsektion Rechtspsychologie im Berufsverband
Österreichischer PsychologInnen veranstaltet am 21. Oktober eine
Tagung zum Thema "Diagnostik von sexuellem Missbrauch im
Spannungsfeld von Traumatisierung und Suggestion".
Die psychologisch-diagnostische Tätigkeit bei sexuellem Missbrauch
erfolgt im Wissen um eine mögliche Traumatisierung wie auch um die
Existenz von suggestiven Phänomenen. Sie erfordert profunde
Kenntnisse auf dem Gebiet der klinisch-psychologischen und
Persönlichkeitsdiagnostik und in der Aussagepsychologie.
Sexueller Missbrauch kann schwere traumatische Störungen zur Folge
haben, mit denen Klinische Psychologen in ihrer diagnostischen und
therapeutischen Arbeit laufend konfrontiert werden. Frau Prof.
Lueger-Schuster aus Wien hat dazu publiziert und wird als Expertin
für Traumafolgestörungen referieren.
In diesem Zusammenhang gibt es aber auch das Phänomen der false
memory, der falschen Erinnerung, welche durch eigen- oder
fremdsuggestive Prozesse generiert wird. Suggestive Phänomene im
Zusammenhang mit Missbrauchsverdacht sind in den letzten Jahren
zunehmend wissenschaftlich untersucht worden. Frau Univ.-Prof.
Volbert aus Berlin gilt als eine führende Expertin auf diesem Gebiet,
da sie seit Jahren sowohl wissenschaftlich als auch im Auftrag von
Gerichten tätig ist.
Sachverständige haben ihr Fachwissen zur Verfügung zu stellen. Die
Beweiswürdigung obliegt der Justiz.
Rückfragehinweis:
Mag. Monika Glantschnig
Tel: 01 / 407 26 71 -17
E-Mail: [email protected]
www.boep.or.at
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