- 20.10.2011, 12:22:40
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ÖH Uni Graz: Finanzministerin verabschiedet sich von Realität
Debatte über Finanzierung der Bildung erreicht neuen Tiefpunkt
Graz (OTS) - "Mit der heutigen Aussage >80 Millionen Euro wären
die Uni-Milliarde in Schilling< verabschiedet sich Finanzministerin
Fekter endgültig von der Realität." zeigt sich ÖH Uni
Graz-Vorsitzender Stefan Thum entsetzt. "Ihre Partei hat
offensichtlich eine falsche Wahrnehmung der Wirklichkeit von großen
Teilen der Bevölkerung oder will diese einfach auf den Arm nehmen.
Dass genau diese Partei dann vehement Studiengebühren fordert, obwohl
sich durch die drastische Kürzung der Familienbeihilfe die
finanzielle Situation für Studierende schon verschlimmerte, passt
nahtlos ineinander." so Thum weiter.
Die ÖH Uni Graz fordert endlich konkrete Maßnahmen zur Verbesserung
der heimischen Bildungslandschaft. "Auch Wissenschaftsminister
Töchterle, der aus einem bezahlten Gutachten schließt, dass
Universitäten selbst Studiengebühren einheben dürften, bekleckert
sich in dieser Debatte nicht mit Ruhm. Anstatt für Bildung zu kämpfen
und energisch für mehr Geld zu werben, gibt er den schwarzen Peter an
die unterfinanzierten Universitäten weiter." heißt es aus dem
Vorsitzbüro der ÖH Uni Graz. Die Universitäten, eigentlich für
Forschung und Lehre zuständig, werden so zu Geldinstituten
umgewandelt, zu denen man nur mehr mit der richtigen - und gut
gefüllten - Bankomatkarte Zutritt hat. Die Aussagen des Gutachtens
werden mittlerweile auch von Verfassungsrechtlern als fragwürdig
kritisiert.
Bernhard Bitterer, ebenfalls Mitglied im Vorsitzteam der ÖH Uni Graz,
kann sich angesichts solcher Aussagen einer Finanzministerin nur noch
in Satire retten: "Ich freue mich schon auf die zukünftigen Debatten
im Parlament, bei der Pensionserhöhungen in Lire umgerechnet und
Steuerbelastungen in japanischen Yen angeführt werden. Und vielleicht
sollte man, der Fekter'schen Wechselkurslogik folgend, sich auch
einfach auf 500 Schilling Studiengebühren einigen."
Am Ende werden beide wieder ernsthaft: "Wir leben im Jahr 2011 und
die Bildung in diesem Land ist weit unterfinanziert. Dass das der
Politik nicht klar zu sein scheint, ist ein Armutszeugnis".
Rückfragehinweis:
ÖH Uni Graz Stefan Thum Vorsitzender Tel.: 0699 / 190 57 425 mailto:[email protected] www.oeh.uni-graz.at
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