• 20.10.2011, 10:04:29
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Europäische und nationale Staatschefs sowie Gesundheitsexperten und Arbeitsmediziner verlangen nationale Handlungspläne im Hinblick auf Erkrankungen des Bewegungsapparats in Europa

Brüssel (ots/PRNewswire) -

Muskuloskelettale Beschwerden kosten Arbeitnehmer und 
die
    Wirtschaft jährlich bis zu 240 Mrd. Euro, doch nur wenige Länder 
verfügen
       über Pläne oder Infrastrukturen, um die Arbeitskraft der 
Menschen zu
                                      erhalten
                     Lech Walesa, ehemaliger Präsident Polens und
    Nobelpreisträgerim Jahr 1983 wird globaler Botschafter für "Fit 
for Work"
               "Wir müssen auf internationaler Ebene darum kämpfen, 
das
      Leben der Menschen zu verbessern, die mit Schmerzen leben- und 
arbeiten.
     Doch nur koordiniertes Handeln auf nationaler Ebene wird das 
Wohlbefinden
          der Arbeitskräfte soweit sichern, dass sie uneingeschränkt 
am
      gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Dazu gehört unter 
anderem,
     dass sie ihre Arbeitsstellen behalten, für die sie hart gekämpft
haben",
                             sagt er auf der Konferenz.

Heute haben sich Politiker, Patienten, Gesundheitsexperten und
Arbeitsmediziner der Fit for Work Europe Coalition nationalen
Vertretern aus ganz Europa angeschlossen, die fordern, dass ihre
Länder entscheidende Schritte einleiten, um die enorme
wirtschaftliche Last von 240 Mrd. Euro[1] zu verringern, die aufgrund
von chronischen muskuloskelettalen Erkrankungen (MSD) auf der
europäischen Gesellschaft ruht.

Zur Ansicht der Multimedia-Mitteilung bitte den folgenden Link
anklicken:

http://multivu.prnewswire.com/mnr/prne/fitforwork/52154

Im Rahmen seiner Teilnahme am 3. Jahreskongress von Fit for Work
Europe sagte Lech Walesa, ehemaliger Präsident Polens und neuer
globaler Botschafter für Fit for Work: "Einhundert Millionen Europäer
leiden unter chronischer MSD - über 40 Millionen von ihnen sind
Arbeitnehmer - und bis zu 40 % müssen ihre Arbeit aufgrund ihrer
Beschwerden aufgeben. Das ist im 21. Jahrhundert nicht akzeptabel,
wenn einfache Massnahmen wie ein früheres Einschreiten und
koordinierte Pflege auf nationaler Ebene für Menschen, die mit MSD
leben, einen grossen Unterschied machen können."

Der Kongress der Fit for Work Europe Coalition wies auch auf
jüngste Forschungsergebnisse hin, welche die steigenden Auswirkungen
von MSD auf die alternde Bevölkerung Europas zeigen. So ist MSD
beispielsweise verantwortlich für knapp die Hälfte (49 %) aller
Ausfalltage von Arbeitskräften und für 60 % der
Dauerarbeitsunfähigkeit in der Europäischen Union. Mehr als ein
Viertel der arbeitenden Bevölkerung berichtet über arbeitsbedingte
Rückenschmerzen.[2,3] Den Konferenzteilnehmern wurden wichtige
nationale Statistiken zur aktuellen Verbreitung und zu den
Auswirkungen von MSD vorgelegt, die im Einzelnen hier eingesehen
werden können: online [http://blog.fitforworkeurope.eu/2011/10/17/ne
w-ffw-coalition-briefing-paper-maximising-employment-social-inclusion
-in-the-eu ] .

Effektive Veränderungen in Politik und Praxis auf nationaler Ebene
können nur durch einen gemeinsamen, faktengestützten Ansatz zur
Handhabung von MSD bewirkt werden, wurde den Delegierten mitgeteilt.
Konkret müssen nationale MSD-Handlungspläne:

- MSD wie andere schwere chronische Beschwerden zu einer
          Priorität der nationalen öffentlichen Gesundheit machen
        - angemessene Mittel für die Früherkennung und frühe 
Behandlung
          von MSD bereitstellen
        - die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit als einen fundierten
          klinischen Massstab für eine erfolgreiche MSD-Behandlung 
etablieren
        - für die Einbeziehung der Arbeitsproduktivität (d. h.
          gesellschaftliche Kosten) bei Bewertungen von
          Wirtschafts-/Gesundheitstechnologie eintreten

"Aufgrund der institutionellen Unterstützung der Aktivitäten von
Fit for Work Europe durch die EU wissen wir heute, dass die EU die
Auswirkungen von MSD auf unsere Wirtschaft und die Notwendigkeit,
etwas dagegen zu unternehmen, erkennt. Wir müssen uns nun verstärkt
auf die Unterstützung der nationalen Regierungen ausrichten und ihnen
bei der Argumentation zur Seite stehen, dass MSD und die Gesundheit
der arbeitenden Bevölkerung zu einer Priorität des Gesundheitswesens
gemacht werden sollte, damit die Ergebnisse in den Bereichen
Gesundheit und Arbeit verbessert werden können", sagte Antonia
Parvanova, MEP-Gastgeberin des Gipfels in Brüssel und Mitvorsitzende
der Koalition. "Nur so unterstützen wir jene Bürger effektiv, die mit
chronischen Schmerzen leben."

Das Europäische Parlament hat die Bemühungen von Fit for Work
Europe zur Kenntnis genommen. Jerzy Buzek, Präsident des Europäischen
Parlaments, sagte in seinem Kommentar zur bisherigen Arbeit der
Koalition und zum dritten Jahreskongress: "Partnerschaften wie Fit
for Work Europe sind grossartige Beispiele dafür, wie die EU und ihre
Mitgliedstaaten ehrgeizige Ziele gemeinsam erreichen können.
EU-Institutionen, und speziell wir im Europäischen Parlament,
unterstützen die Bemühungen von Fit for Work, denn wir möchten
gewährleisten, dass jeder Mitgliedstaat die erforderlichen
Informationen hat und schliesslich die Mittel bereitstellt, um MSD zu
einer Priorität in Sachen Gesundheit zu machen."

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte
http://www.fitforworkeurope.eu

Redaktioneller Hinweis:

Über muskuloskelettale Erkrankungen

Der Begriff muskuloskelettale Erkrankung umfasst über 200
Erkrankungen der Muskeln, Gelenke, Sehnen, Bänder, peripheralen
Nerven und unterstützenden Blutgefässe, die bei Betroffenen zu
Schmerzen und Funktionsstörungen führen (Punnett et al, 2004)

Über Fit for Work Europe

Fit for Work Europe bemüht sich um den Dialog zwischen
verschiedenen Interessensvertretern im Bereich muskuloskelettaler
Erkrankungen (MSD) mit dem Ziel, die klinische Praxis und die
Gesundheits- und Arbeitspolitik im Hinblick auf die Qualität des
Arbeitslebens für Menschen mit MSD zu verbessern. Fit for Work ist
eine Partnerschaft zwischen Unternehmen und Privatpersonen. Sie
erfreut sich der Patronate von The Work Foundation, UN's Bone and
Joint Decade, European League Against Rheumatism (EULAR) und RAND
Europe und der Unterstützung einer Reihe von Interessensvertretern,
einschliesslich der European Agency for Social Inclusion, European
Federation of Nurses Associations, Association Internationale de la
Mutualité, Enterprise for Health, Arthritis Ireland, Association of
Chartered Certified Accountants, UniEuropa und anderer, die Monat für
Monat neu hinzukommen. Die Fit for Work Europe Coalition wird durch
eine fortlaufende Subvention von Abbott - einem Gründungspartner -
und einer unterstützenden Subvention von GE Healthcare unterstützt.

Über die Fit for Work Europe Coalition

Die Fit for Work Coalition ist eine einzigartige Zusammenkunft von
Patienten, Ärzten, Politkern und Vertretern der Gesellschaft, die
allesamt von der Wichtigkeit der Früherkennung, der Prävention und
des Managements von MSD am Arbeitsplatz überzeugt sind. Sie verfolgen
die Vision, die Einstufung von MSD als eine Krankheit, die zu
Arbeitsunfähigkeit führt, dahingehend zu verändern, dass MSD als
Erkrankung anerkannt wird, mit der Betroffene am Arbeitsplatz
zurechtkommen können. So soll sichergestellt werden, dass mehr
Menschen in Europa ihre Arbeit trotz MSD weiterführen können und das
europäische Gesundheits- und Sozialsystem nachhaltig verbessert wird.
Spezifisch zielt die Koalition darauf ab:

- aktive Führung zu bieten, um MSD auf EU- und nationaler
          Ebene zu einer Priorität in den Bereichen Gesundheit und 
Arbeit zu
          machen
        - die Arbeitsaktivitäten zu setzen, um klinische, 
wirtschaftliche
          und politische Projekte zu unterstützen, welche den Zielen 
von FfW
          förderlich sind
        - fortlaufend eine standfeste Beweisgrundlage zur Verfügung 
zu
          stellen, um die Vision von Fit for Work in Bezug auf 
Früherkennung und
          entsprechende Behandlung zu stützen
        - über die gute fachliche Praxis in nationalen Aufstellungen 
zu
          informieren und erfolgreiche Initiativen zur Einführung auf
nationaler
          Ebene zu übernehmen, mit dem Ziel, nationale Pläne für MSD 
in jedem
          einzelnen Land aufzustellen

Die Berichte und Positionspapiere von Fit for Work wurden
unabhängig von der Gründungsorganisation The Work Foundation
erstellt, die allein für die vollständige redaktionelle Bearbeitung
verantwortlich ist. Für weitere Informationen über Europe Fit for
Work und die Gelegenheit, eigene Kommentare, Blogs und
Erfahrungsberichte zum Thema abzugeben, besuchen Sie bitte
http://www.fitforworkeurope.eu oder folgen Sie uns auf Twitter
(@FfWEurope)

1. Die Untersuchungen von Fit for Work haben ergeben, dass MSD die
EU jährlich zwischen 0,5 % und 2 % des BIP kosten. Das Gesamt-BIP der
EU27 betrug insgesamt 12,3 Billionen Euro. Ein Verlust von 2 %
entspricht etwa 240 Mrd. Euro. Die Angaben stammen von Europe in
Figures - Eurostat Jahrbuch 2009, veröffentlicht am 18. September
2009.

2. Fit for Work? Musculoskeletal Disorders in the European
Workforce. The Work Foundation. Brüssel, 30. September 2009.

3. Maximising Employment and Social Inclusion, ein Data Briefing
Paper von Fit for Work Europe, 19. Oktober 2011.

Rückfragehinweis:
Für Presseinformationen wenden Sie sich bitte an Tara Farrell im
Sekretariat von Fit for Work unter der Rufnummer +32-(0)2-894-9027
oder
senden Sie eine E-Mail an [email protected] .

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