- 19.10.2011, 17:52:30
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Fall Wilhelminenberg: Korrigierte Fassung zu vermeintlichem Todesfall
Staatsanwalt hatte keinen konkreten Hinweis auf einen dezidierten Todesfall und keinen Namen eines vermeintlichen Opfers und hat daher nicht näher ermittelt.
Wien (OTS/Kurier) - Rund um die Vorwürfe im Kinderheim am
Wilhelminenberg hat die Justiz bisher keinen Todesfall untersucht.
Durch ein Missverständnis
wurde der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Thomas Vecsey, vom
KURIER mit dem Satz zitiert, wonach das vermeintliche Opfer
eines Gewaltexzesses in den 1950er-Jahren noch lebt.
Vecsey bestätigt nun gegenüber dem KURIER, dass es 2010 eine Anzeige
gegen eine Erzieherin des Kinderheimes Wilhelminenberg, Maria H.,
wegen mutmaßlicher, schwerer Misshandlung eines Heimkindes in den
1950er-Jahren gab.
Der vom damaligen Heimkind Elfriede S. (Name von der Red. geändert)
erhobene Vorwurf der schweren Misshandlung eines Heimkindes hat laut
Vecsey aber "keinen Anfangsverdacht" in Richtung einer Tötung
ergeben. Da sämtliche geschilderten Misshandlungen längst verjährt
waren, wurde das Verfahren ohne weitere Ermittlungen im September
2010 eingestellt. Körperverletzungsdelikte verjähren - wenn es keine
Todesfolge gibt - nach längstens zehn Jahren.
Um den angeblichen Tötungsfall neu aufrollen zu können, braucht die
Staatsanwaltschaft einen Namen:, "Wir haben ja kein Opfer", sagt
Vecsey.
Elfriede S. hatte in der Mittwoch-Ausgabe des KURIER Folgendes
geschildert: Nach Schlägen durch eine Lehrerin sei ein Heimkind
namens Franziska "ganz blass geworden. Mein Gott, wenn jemand
atmet..., dann sieht man ja wie sich der Brustkorb bewegt... Da war
nix." Als die Rettung kam, sagte die 69-Jährige, sei das Mädchen auf
eine Trage gelegt worden. Körper und Kopf mit einem Tuch bedeckt.
Elfriede S.: "Gerüchte gibt es überall, speziell in so einem Fall.
Alle, fast alle, waren überzeugt davon, dass die tot ist."
Rückfragehinweis:
KURIER Chronik
Michael Jäger, Monika Payreder
Tel.: ++43 1 52 100 DW 2753 bzw. 1256
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