- 19.10.2011, 16:26:38
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Fischer und Brauner eröffnen das Jüdische Museum Wien
Jüdisches Museum am Mittwoch wiedereröffnet - Erste Wechselausstellung "Bigger than Life - 100 Jahre Hollywood"
Wien (OTS) - Mit dem Anbringen einer Mesusa am Portal des Museums
durch Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg begann der Festakt zur
Eröffnung des Jüdischen Museums durch Bundespräsident Heinz Fischer
und Vizebürgermeisterin Renate Brauner. Vor mehreren hundert
Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur, zahlreichen
Vertretern der Jüdischen Gemeinde und des diplomatischen Corps
gratulierte der Bundespräsident Museumsdirektorin Danielle Spera zur
Neugestaltung des Hauses und sprach die Hoffnung aus, dass sich
möglichst viele Menschen mit der wechselvollen Geschichte der Juden
Wiens und Österreichs auseinandersetzen: "Mit Österreich werden Namen
und Begriffe wie Arthur Schnitzler, Sigmund Freud oder Stefan Zweig
ebenso verbunden wie Adolf Eichmann, Morzinplatz oder Mauthausen. Das
Jüdische Museum ist der richtige Ort, alle Seiten aufzuarbeiten."
Ort der Auseinandersetzung und Kompetenzzentrum
Vizebürgermeisterin Brauner betonte Wiens zentrale Position im Herzen
Europas, als Stadt, die den Grundprinzipien der Toleranz und
Weltoffenheit verpflichtet ist. "Es ist uns ein vorrangiges Anliegen,
neben dem vertieften und anhaltend natürlich überaus kritischen Blick
in die traurige Vergangenheit, auch immer stärker das Miteinander von
Jüdinnen und Juden mit Nichtjüdinnen und Nichtjuden im Heute in den
Fokus zu stellen. Gegenseitige Wertschätzung und der respektvolle
Umgang miteinander zeichnen die Grundhaltung dieser Stadt aus und das
wollen wir auch im neuen Jüdischen Museum zum Ausdruck bringen. Es
soll ein offener Ort der Begegnung und des Miteinanders sein, und es
soll neugierig machen auf die Jüdische Geschichte, die Jüdische
Gegenwart und die Jüdische Zukunft", so Brauner.
Wien Holding Geschäftsführer Peter Hanke bezeichnete das Jüdische
Museum als besonders wichtiges Haus im Bereich der vier Wien Holding
Museen, das in den letzten 18 Jahren durch mehr als 180 Ausstellungen
mit über 1,3 Millionen BesucherInnen wertvolle politische
Aufklärungsarbeit geleistet habe und er zeigte sich überzeugt, dass
Danielle Spera neue Publikumsschichten erschließen werde: "Die
Umgestaltung des Hauses, die von der Stadt Wien und der Wien Holding
finanziert wurde, signalisiert den BesucherInnen auch nach außen,
dass sie ein freundliches und offenes Haus erwartet."
Danielle Spera bedankte sich bei der Stadt und ihrem Team und sprach
die Hoffnung aus, dass die neuen ständigen Ausstellungen und die
erste große Wechselausstellung über 100 Jahre Hollywood vom Publikum
gut angenommen werden.
100 Jahre Hollywood - die erste große Wechselausstellung
Die Ausstellung "Bigger than Life. 100 Jahre Hollywood. Eine jüdische
Erfahrung" begibt sich auf die Spurensuche in eine der spannendsten
globalen Kulturgeschichten des 20. Jahrhunderts. Sie gewährt den
BesucherInnen einen Blick hinter die Kulissen des 20. Jahrhunderts
und präsentiert zahlreiche interessante Objekte: Zu sehen sind
wesentliche Filme, riesige, bisher noch nie gezeigte Filmplakate aus
der Stummfilmzeit und überraschende Exponate wie die silberne
Zigarrenbox des Kettenrauchers und Paramount-Gründers Adolph Zukor,
eine Sessel aus Rick's Cafe Americain aus dem Film "Casablanca" oder
Kostüm- und Architekturentwürfe für "Vom Winde verweht", den ersten
Blockbuster der Filmgeschichte. Der große, in Wien geborene Produzent
Eric Pleskow, Präsident der Viennale, leiht dem Museum die drei
wichtigsten seiner insgesamt vierzehn Oscars, die er für so
unterschiedliche Filme wie "Einer flog über das Kuckucksnest" (1975),
"Rocky" (1976), und "Der Stadtneurotiker"(1977) gewonnen hat.
Öffnungszeiten und Tickets
Das Jüdische Museum, ein Unternehmen der Wien Holding, ist ab 19.
Oktober 2011 für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Öffnungszeiten
sind für den Standort Dorotheergasse 11 unverändert geblieben:
Sonntag bis Freitag 10.00-18.00 Uhr. Am Standort Judenplatz sind die
Öffnungszeiten Sonntag bis Donnerstag 10.00-18.00 Uhr, Freitag
10.00-14.00 Uhr. Für beide Museen gibt es ein gemeinsames Ticket zum
Preis von 10 Euro, ermäßigt 8 Euro, Gruppen 7 Euro, Kinder bis zum
vollendeten 14. Lebensjahr frei, SchülerInnen (ab 15 Jahren),
Lehrlinge, StudentInnen (bis 27 Jahre), Zivil- und Präsenzdiener 5
Euro, Schulklassen haben nach wie vor freien Eintritt, für die
Schülerführung ist ein Kostenbeitrag von 20 Euro zu leisten.
Weitere Informationen unter www.jmw.at.
o Pressebild: www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=13494
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Dr. Alfred Stalzer
Mediensprecher Jüdisches Museum Wien
Telefon:01 505 31 00
Mobil: 0664 506 49 00
E-Mail: [email protected]
Wolfgang Gatschnegg
Wien Holding - Konzernsprecher
Telefon: 01 408 25 69-21
Mobil: 0664 82 68 216
E-Mail: [email protected]
www.wienholding.at
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